Shiitake – Pilze – positiver Einfluss auf die Nebenwirkungen von Chemotherapie durch Lentinan

Lentinan ist ein sekundärer Pflanzenstoff und kommt im Fruchtkörper des Shiitake-Pilzes (Lentinula edodes) vor, der in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) zu den wirksamsten Heilpilzen zählt.

Der Inhaltsstoff wird aus den Zellwänden des Pilzes gewonnen.

Strukturformel von Lentinan

 

Lentinan aktiviert die T-Zellen und wirkt daher u.a.  immunmodulierend und antineoplastisch (gegen die Neubildung von Tumoren).  In Japan wird seit 2000 eine Lentinan-haltige Infusionszubereitung zur adjuvanten Krebstherapie vermarktet. Das Auftreten allergischer Hautreaktionen auf Lentinane, wie die Shiitake-Dermatitis, wird vom Bundesamt für Risikobewertung diskutiert, aber eher als geringeres Risiko, bei nur sehr wenigen Konsumenten von Shiitake-Pilzen eingestuft.

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Chemie für Interessierte:

Chemisch gesehen handelt es sich um ein Beta-Glucan, wobei auf je fünf geradkettig ?-1,3-glycosidisch verknüpfte Monomere zwei ?-1,6-glycosidische Verzweigungen kommen. Glucane sind Polysaccharide mit D-Glucose Monomeren, die durch glycosidische Bindung miteinander verknüpft sind. Prominentes Beispiel eines Polysaccarides mit D-Glucose Monomeren in ?-Verknüpfung ist z. B. die Cellulose, währen die D-Glucose Einheiten bei dem Polysaccharid Stärke ?-glycosidisch verknüpft sind.

 

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Küchentipps:

Shiitake besitzen die Geschmacksqualität: „Umami„, eine fünfte über die Zunge wahrnehmbare Geschmacksqualität neben süß, salzig, bitter und sauer. Umami entsteht durch die Anwesenheit von Glutamat (als Geschmacksverstärker bekannt) und aktiviert spezielle Geschmacksrezeptoren auf der Zunge. Eiweissreiche Lebensmittel, wie z. B. Fleisch, Hülsenfrüchte und einige Pilze schmecken „umami“. Der in den Shiitake-Pilzen enthaltene sekundäre Pflanzenstoff Lentinan ist hitzestabil und wir durch den Garungsprozess nicht zerstört!

Shiitake

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Wissenschaftliche Studien:

Im fid-Gesundheitswissen wird eine Studie vorgestellt, die mit 89 Magenkrebspatienten stattfand. Dabei wurde eine Gruppe der Patienten ausschließlich mit Chemotherapie, eine andere Gruppe gleichzeitig zur Chemotherapie mit Lentinan behandelt. Dabei stellt sich harauas, dass die Gabe von Lentinan parallel zur Chemotherapie bei Patienten mit Magenkrebs, Darmkrebs und anderen bösartigen Tumoren zu einer Verlängerung der Lebenszeit, zur Wiederherstellung immunologischer Parameter und zu einer Verbesserung der Lebensqualität führte. Bedeutend war  u.a.  auch,  dass toxische Nebenwirkungen während der Behandlung unter der Chemotherapie ausblieben.

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Auf der Interneseite: „www.kankeractueel.nl“ wird eine gute und umfangreiche Übersicht über die wissenschaftliche Studienlage auch hinsichtlich der Wirkung von Inhaltsstoffen von Heilpilzen bei Krebserkrankungen gegeben.

Dr. Heike Jürgens

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Weiterführende Literatur/Quellen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Lentinan

– http://de.wikipedia.org/wiki/Shiitake

– http://de.wikipedia.org/wiki/Glucane

– http://de.wikipedia.org/wiki/T-Lymphozyt

– Gesundheitliches Risiko von Shiitake-Pilzen

– http://www.fid-gesundheitswissen.de/shitake-pilz-mildert-nebenwirkungen-von-chemotherapie/103027763/

– http://www.grin.com/e-book/64150/die-bedeutung-von-chinesischen-speisepilzen-fuer-die-krebsbekaempfung-am

– Akimoto M et al; Gan To Kagaku Ryoho 15 (4 Pt 2-1): 827-833, 1988. Lentinan
(Shiitake) randomisierte Studie verbessert die Prognose von Magenkrebs-Patienten

– http://www.kankeractueel.nl/

http://www.topfruechte.de/2010/09/24/vitalpilze-therapeutisch-und-geschmacklich-wertvoll/

– “Vitalpilze. Naturheilkraft mit Tradition – neu entdeckt“ von A. Bosse, Verlag GfV Gesellschaft für Vitalpilzkunde (26. Oktober 2009), 208 Seiten

In Asien sind sie seit Jahrtausenden ein fester Bestandteil der Volksmedizin und gehören damit zu den ältesten Naturarzneien der Menschheit. Auch die europäische Klosterheilkunde schätzte bereits die den Pilzen innewohnenden Kräfte. Heute beruht das Wissen um die Wirkungen der Vitalpilze auf vielen wissenschaftlichen Untersuchungen und Inhaltsstoffanalysen.

Die Gesellschaft für Vitalpilzkunde e.V. hat nun ein Buch herausgegeben, das in einer auch für den interessierten Laien verständlichen Sprache umfassend über die zehn wichtigsten Vitalpilze und ihre heilenden Kräfte bei unterschiedlichen Beschwerden informiert. Auf mehr als 200 grafisch sehr ansprechend gestalteten Seiten wird der traditionelle Einsatz der Vitalpilze ebenso beschrieben wie ihre Anwendung auf der Basis neuer Forschungsergebnisse.

– “Gesunde Zucker – Die süßen Heiler – Glykonährstoffe und ihre erstaunlichen Fähigkeiten, uns gesund und leistungsfähig zu halten. Wie wir mit Aloe vera, Heilpilzen und anderen Nahrungsergänzungsmitteln einem Mangel an diesen lebenswichtigen Zuckern vorbeugen können” von Dr. Emil Mondoa und Mindy Kitei, Hans-Nietsch-Verlag, 2004, 310 Seiten

Klappentext:

Erstaunlich aber wahr: Die neuesten Forschungen der Biochemie haben ergeben, dass bestimmte Zuckerformen ungeahnte Heilkräfte besitzen. Diese “Glykonährstoffe” (glyko: griechisch für süß) sind wichtige Zellbausteine und für die Gesundheit unseres Körpers entscheidend, sie stärken unser Immunsystem, schenken Vitalität und geistige Frische. Allerdings versorgt unsere übliche Nahrung uns nicht ausreichend damit. Der Arzt Emil Mondoa zeigt, wie wir über Aloe vera, Heilpilze und andere Nahrungsergänzungsmittel unseren Bedarf an den Glykonährstoffen decken und sie gezielt zur Vorbeugung und bei vielen Krankheiten einsetzen können. Glykonährstoffe sind dabei, die Medizin zu revolutionieren, weil sie unter anderem

  • den Körper in die Lage versetzen, schneller und gezielter zu reagieren, wenn Krankheitserreger eindringen wollen
  • ein überaktives Immunsystem harmonisieren und damit Allergien und Autoimmunerkrankungen zum Abklingen bringen
  • die Kommunikation der Zellen untereinander steuern
  • Gelenkschäden reparieren
  • dafür sorgen, dass Gifte aus den Zellen abtransportiert werden
  • die Selbstheilungskräfte des Körpers stimulieren und den Alterungsprozess verlangsamen

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