Vitalpilze – therapeutisch und geschmacklich wertvoll

Vital-, auch Heilpilze genannt, enthalten ein breitgefächertes Spektrum an Vitalstoffen, die dem Mitteleuropäer und auch der mitteleuropäischen Medizin  nur wenig bekannt sind.

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) beschäftigt sich hingegen schon seit Menschengedenken mit vielerlei Pilzen zur Prävention und Heilung von Krankheiten und ist damit sehr erfolgreich.

Traditionelle Arzneimittelhandlung in Hongkong

Was die Traditionelle Chinesische Medizin aus Erfahrungswissen zur Gesunderhaltung und Gesundung des Menschen bisher anwandte und heute noch anwendet, ist inzwischen in vielen Fällen wissenschaftlich belegbar. Denn Vitalpilze besitzen Wirkstoffe, die die Selbstheilungskräfte des Körpers anregen, das Immunsystem stärken und  dadurch viele Krankheiten und Leiden vom Ansatz her bekämpfen.

Gerade die Kombination von moderner schulmedizinischer Behandlung mit naturheilkundlichen Therapien ist immer dann segensreich, wenn es sich um die Bekämpfung schwerwiegenden Erkrankungen, wie z. B. Krebs, handelt. Vitalpilze liefern hier ihren Beitrag, indem sie den Gesamtorganismuns stärken, der ja, bedingt durch den Einsatz der Medikamente ohnehin oftmals zusätzlich geschwächt ist.

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Die bekanntesten aus dem asiatischen Raum stammenden Pilze sind die folgenden:

Shiitake (lateinisch: Lentinus edodes)

 

Shiitake

Der Shiitake ist ein exzellenter Speisepilz. Nach dem Champignon ist er der weltweit am meisten verzehrte Pilz. Er wächst auf frisch geschlagenem Laubholz und kommt ursprünglich aus Asien. In der TCM findet der Shiitake schon vor 2000 Jahren Erwähnung. Der frühe Beginn seiner Kultivierung um das Jahr 1000 n. Chr. zeigt den hohen Wert an, den man diesem Pilz beimaß.

Mit seinem Inhaltsstoff Lentinan (ein Beta-Glucan, Glykonährstoff) hat er das Interesse der Schulmedizin geweckt. Dieses Polysaccharid wird mit großem Erfolg zur unterstützenden Behandlung bei Tumorerkrankungen eingesetzt.

Maitake (lateinisch: Grifola frondosa)

 

Maitake

Der Maitake heißt auf Deutsch „Klapperschwamm“ und wächst auch in hiesigen Wäldern. Er zählt zu den beliebtesten Speisepilzen. Vor allem aber ist der Maitake ein bemerkenswerter Vitalpilz. Doch nicht nur für die Gesundheit des Menschen, sondern auch als aromatische Ergänzung verschiedenster Gerichte wird der Maitake verwendet.

Der Maitake kann die Einlagerung von Fett im Gewebe vermindern und auf diese Weise die Gewichtsreduktion unterstützen. Zudem wirkt er antidiabetisch und senkt sanft den Blutdruck, sodass er ein wichtiger Helfer bei der Bekämpfung des Metabolischen Syndroms ist.

Reishi (lateinisch: Ganoderma lucidum)

Reishi

Sein besonderer Glanz gab ihm den deutschen Namen „Glänzender Lackporling“. In China heißt er „Ling Zhi“, was „Göttlicher Pilz der Unsterblichkeit“ bedeutet, in Japan heißt er Reishi. Er gilt in der  TCM als eines der wirksamsten und vielfältigsten Mittel zur Stärkung des Menschen überhaupt und wird in Asien seit circa 4000 Jahren als Naturheilmittel verwendet. Der Pilz wächst hauptsächlich an Stämmen von Eichen, Kastanien und Buchen. Er kommt auch wild in Deutschland vor und wird seit geraumer Zeit auf Holzstücken oder Sägemehl vornehmlich in China und Japan in großen Mengen kultiviert.

Als Speisepilz wird der harte und zähe Reishi kaum verwendet. Als Pulver, Extrakt oder Tee ist der ausgleichend wirkende Vitalpilz jedoch inzwischen auch in Deutschland sehr verbreitet.

Agaricus (lateinisch: Agaricus blazei murrill)

 

Agaricus

Die Geschichte des Agaricus ist noch relativ jung, denn erst vor rund 40 Jahren entdeckte man in Brasilien die positiven Wirkungen des Pilzes auf die Gesundheit der Menschen. Dies hat die Nachfrage des Pilzes stark ansteigen lassen. Da der Pilz im Gegensatz zu den anderen Vitalpilzen nicht auf Holz wächst, sondern einen fermentierten Nährboden benötigt, sind seiner Verbreitung Grenzen gesetzt und er zählt deshalb zu den am teuersten gehandelten Vitalpilzen. Der mit dem Champignon verwandte Pilz ist besonders zur Unterstützung der körpereigenen Abwehr geeignet und hilft im Kampf gegen Krebs als auch bei Infektionen und Allergien.

Im Zusammenhang mit den wissenschaftlichen Studien, die diesen Pilz betreffen, wird vermutet, dass die antikanzerogenen Wirkung von Ergosterin (ein Phytosterin) die Verhinderung der Gefäßneubildung im Tumorgewebe betrifft, so dass das Tumorwachstum dadurch erheblich eingeschränkt werden kann.

Hericum (lateinisch: Hericum erinaceus)

 

Hericum

In der TCM wird der auch als Igelstachelbart bekannte Pilz seit Jahrhunderten für seine regulierenden Wirkungen auf Körper und Psyche des Menschen geschätzt. Er kann somit einen durch Stress und ungesunde Lebensführung gestörten Organismuns wieder ins Gleichgewicht bringen.

Der Pilz wächst an Wunden älterer oder abgestorbener Laubbäume und besitzt ein feines Aroma, das ihn besonders in Asien in der Vollwertküche zu einer Delikatesse auszeichnet. Die Kultivierung begann in den Fünfzigerjahren des 20. Jahrhunderts in Shanghai. Heute sind die Inhaltsstoffe des Hericums weitgehend erforscht und seine ernährungsphysiologischen Eigenschaften wissenschaftlich bestätigt.

Dr. Heike Jürgens

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Quellen/weiterführende Literatur:

– http://de.wikipedia.org/wiki/Traditionelle_chinesische_Medizin

– http://de.wikipedia.org/wiki/Gl%C3%A4nzender_Lackporling

http://de.wikipedia.org/wiki/Lentinan

– http://de.wikipedia.org/wiki/Ergosterin

– „Vitalpilze. Naturheilkraft mit Tradition – neu entdeckt“ von A. Bosse, Verlag GfV Gesellschaft für Vitalpilzkunde (26. Oktober 2009), 208 Seiten

Mit Vitalpilzen heilen – traditionell und modern

In Asien sind sie seit Jahrtausenden ein fester Bestandteil der Volksmedizin und gehören damit zu den ältesten Naturarzneien der Menschheit. Auch die europäische Klosterheilkunde schätzte bereits die den Pilzen innewohnenden Kräfte. Heute beruht das Wissen um die Wirkungen der Vitalpilze auf vielen wissenschaftlichen Untersuchungen und Inhaltsstoffanalysen.

Die Gesellschaft für Vitalpilzkunde e.V. hat nun ein Buch herausgegeben, das in einer auch für den interessierten Laien verständlichen Sprache umfassend über die zehn wichtigsten Vitalpilze und ihre heilenden Kräfte bei unterschiedlichen Beschwerden informiert. Auf mehr als 200 grafisch sehr ansprechend gestalteten Seiten wird der traditionelle Einsatz der Vitalpilze ebenso beschrieben wie ihre Anwendung auf der Basis neuer Forschungsergebnisse.

– “Gesunde Zucker – Die süßen Heiler – Glykonährstoffe und ihre erstaunlichen Fähigkeiten, uns gesund und leistungsfähig zu halten. Wie wir mit Aloe vera, Heilpilzen und anderen Nahrungsergänzungsmitteln einem Mangel an diesen lebenswichtigen Zuckern vorbeugen können” von Dr. Emil Mondoa und Mindy Kitei, Hans-Nietsch-Verlag, 2004, 310 Seiten

 

Klappentext:

Erstaunlich aber wahr: Die neuesten Forschungen der Biochemie haben ergeben, dass bestimmte Zuckerformen ungeahnte Heilkräfte besitzen. Diese “Glykonährstoffe” (glyko: griechisch für süß) sind wichtige Zellbausteine und für die Gesundheit unseres Körpers entscheidend, sie stärken unser Immunsystem, schenken Vitalität und geistige Frische. Allerdings versorgt unsere übliche Nahrung uns nicht ausreichend damit. Der Arzt Emil Mondoa zeigt, wie wir über Aloe vera, Heilpilze und andere Nahrungsergänzungsmittel unseren Bedarf an den Glykonährstoffen decken und sie gezielt zur Vorbeugung und bei vielen Krankheiten einsetzen können. Glykonährstoffe sind dabei, die Medizin zu revolutionieren, weil sie unter anderem

  • den Körper in die Lage versetzen, schneller und gezielter zu reagieren, wenn Krankheitserreger eindringen wollen
  • ein überaktives Immunsystem harmonisieren und damit Allergien und Autoimmunerkrankungen zum Abklingen bringen
  • die Kommunikation der Zellen untereinander steuern
  • Gelenkschäden reparieren
  • dafür sorgen, dass Gifte aus den Zellen abtransportiert werden
  • die Selbstheilungskräfte des Körpers stimulieren und den Alterungsprozess verlangsamen

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