Vollwertkost nach Dr. Bruker – Rezept des Frischkornbreies

Dr. med. M.O. Bruker war u. a. Arzt für innere Medizin, Leiter des Krankenhauses Lahnhöhe bei Lahnstein, einem überregionalem Zentrum für Ganzheitsmedizin und Sachbuchautor.

Er setzte sich anstelle der üblichen symptomatischen Linderungsbehandlung der westlichen Medizin für eine ursächliche Heilbehandlung der Krankheiten ein. Neben ernährungsbedingte Krankheiten, die Bruker mit seiner „vitalstoffreichen Vollwertkost“ begegnete, befasste er sich auch mit lebensbedingten Erkrankungen, die den gesamten Bereich der Psychosomatik miteinschliesst. So leitete Bruker von 1975 bis 1977 die psychosomatische Abteilung der Kliniken am Burggraben in Bad Salzuflen.

Seine zahlreichen wissenschaftliche Arbeiten und Bücher, die der Verhütung von Zivilisationskrankheiten dienen, sind aktueller denn je und könnten zukunftsträchtig sein, um eine lawinenartige Kostenexplosion im Krankheitswesen auf natürliche Art und Weise zu begegnen. Zu seinen Bemühungen um eine bessere Volksgesundheit gehörte auch die 1978 gegründete Gesellschaft für Gesundheitsberater (GGB), die „Ärztlich geprüfte Gesundheitsberater (GGB)“ ausbildet. Seit 1994 gibt es das Bruker-Haus in Lahnstein, das er selbst einweihte, und in dem er bis ein Jahr vor seinem Tod im Jahre 2001 lehrte und arbeitete. In den 1980er Jahren erforschte Bruker die Verbreitung von Krebskrankheiten durch den Reaktorunfall von Tschernobyl und wurde Anfang der 90er Jahre zum Honorarprofessor der medizinischen Fakultät der Universität Kiew berufen mit dem Lehrschwerpunkt: „Atomare Strahlenschäden„.  Bruker starb mit 91 Jahren. Seine Bücher erreichten eine Auflage von über 4 Millionen.

Bruker führte seine Ernährungslehre im wesentlichen auf die Lehren des Schweizer Arztes Maximilian Bircher-Benner und Werner Kollath zurück. In Wikipedia wird eine gute Übersicht seiner empfohlenen Vollwerternährung gegeben. So besteht sie überwiegend aus „vollwertigen“, weitgehend „naturbelassenen“ Lebensmitteln, und vermeidet die „teilwertigen“, z. B. fabrikatorisch veränderten Nahrungsmittel. Dies bedeutet unter anderem: Vollkorngetreideprodukte (möglichst frisch gemahlen), Obst, Gemüse, Salat und unbehandelte Nüsse. Auch Butter oder Sahne sind erlaubt, weil sie im Gegensatz zu anderen Milchprodukten, Fleisch und Fisch, praktisch kein Eiweiß, sondern hauptsächlich natürliches Fett enthalten. Kaltgeschlagene Öle, wie kaltgepresstes Sonnenblumenöl und natives Olivenöl, ergänzen Brukers Ernährungsempfehlungen.

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Gesundheitstipps:

Besonders folgende Nahrungsmittel sind nach Bruker schädlich: Industriell hergestellte raffinierte Kohlenhydrate, d. h. der „Fabrikzucker“ und die „Auszugsmehle“ (die aus dem geschälten und entkeimten Getreide hergestellt werden), sowie raffinierte Fette (Margarine und raffinierte Pflanzenöle). Auch der Verzicht auf Fleischprodukte, Fisch und Eier wird empfohlen. Bei bestimmten Krankheiten wird ein weitergehender Verzicht auf Milchprodukte (Quark, Käse, Joghurt…) empfohlen.

Fruchtsäfte lehnte Bruker ab, weil sie nicht die ganze Frucht enthalten, wertvolle biologische Wirkstoffe blieben im Trester zurück. Auch vom Verzehr von Kaffee und anderen coffeinhaltigen Getränken riet er ab, da sie das vegetative Nervensystem schädigten und suchtbildend seien.

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Achtung:

Eine Reihe von Patienten klagten nach Verabreichung der Vollwertkost in seiner Klinik über Magen- und Darmprobleme. Diese äußerten sich unter anderem in Beschwerden wie z. B. Völlegefühl und Blähungen. Bruker führte diese Beschwerden darauf zurück, dass seine Empfehlungen nicht 100%ig beachtet worden seien und empfahl insbesondere auf so genannten „Fabrikzucker“ vollständig zu verzichten.

Küchentipp:

Bereiten Sie sich Ihr eigenes Müsli zu, das auf Basis des Frischkornbreies nach Dr. Bruker zusammengestellt werden kann. Dabei ist zu beachten, dass das Getreide frisch vor der Zubereitung mit einer Getreidemühle, bei kleinen Mengen reicht auch eine Kaffeemühle, grob geschrotet wird. Das Müsli wird aus Weizen oder Roggen oder aus einer Mischung verschiedener Getreidearten, wie z. B. Roggen, Weizen, Dinkel, Gerste, Hafer oder Hirse bereitet, wobei drei Esslöffel des Getreides für die Mahlzeit eines Erwachsenen angemessen sind.

Bitte nicht auf Vorrat mahlen! Zu Beginn der Umstellung auf Vollwertkost reichen auch erstmal geringere Mengen an Getreide, damit das Verdauungssystem sich umstellen kann und Blähungen sowie Völlegefühle möglichst vermieden werden.

Anschließend das gemahlene Getreide mit ungekochtem, kalten Leitungswasser zu einem Brei verrühren und ca. 12 Stunden, idealerweise über Nacht, stehenlassen. Die Wassermenge wird möglichst auf die geschrotete Getreidemenge abgestimmt, sodass das Quellwasser vor Zugabe der weiteren Zutaten nicht weggegossen zu werden braucht. Bei der Verwendung von 2 Teelöffel (bzw. 20 g) ungeschrotetem Getreide werden 3 Teelöffel Wasser (bzw. 30 g, entsprechend 30 ml) als angemessen bezeichnet.

Durch Zugabe von frischem Obst, je nach Jahreszeit, wird der Brei genussfähig gemacht. Ein Esslöffel Sahne, geriebene Nüsse, evt. etwas Honig (1 TL) runden das Ganze ab. Anstelle der Sahne kann auch Joghurt, Milch oder Sauermilch zugegeben werden. Für Darmempfindliche ist Sahne besser geeignet.

Dr. Bruker empfielt dass, solange verfügbar, immer ein Apfel mit in das Müsli gerieben werden soll, da der Frischkornbrei dann besonders luftig und wohlschmeckend sein soll. Aber bitte gleich untermischen, bevor der Apfel braun wird.

Dr. Heike Jürgens

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Quellen/weiterführende Literatur:

– http://de.wikipedia.org/wiki/Max_Otto_Bruker#cite_note-0

– http://de.wikipedia.org/wiki/Katastrophe_von_Tschernobyl

– http://de.wikipedia.org/wiki/Maximilian_Bircher-Benner

– http://www.frischkornbrei.de/

http://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Kollath

http://de.wikipedia.org/wiki/Getreide

– „Unsere Nahrung unser Schicksal, aus der Sprechstunde, Band 1, früher: Schicksal aus der Küche“ von Dr. med. M.O. Bruker, 428 Seiten, emu-Verlag, 18. Auflage 1987

In diesem Buch erfahren Sie alles über Ursachen, Verhütung und Heilbarkeit ernährungsbedingter Zivilisationserkrankungen

– „Unsere Nahrung unser Schicksal, aus der Sprechstunde, Band 1, früher: Schicksal aus der Küche“ von Dr. med. M.O. Bruker, 460 Seiten, Emu-Verlag, 38. Auflage 1999

Kurzbeschreibung:

In diesem Buch erfahren Sie alles über Ursachen, Verhütung und Heilbarkeit ernährungsbedingter Zivilisationskrankheiten.
Dr. med. M. O. Bruker ist am 16. November 1909 in Reutlingen/Württemberg geboren. Er ist Arzt für innere Medizin, und war lange Zeit Leiter eines biologischen Krankenhauses. Im In- und Ausland ist Dr. Bruker dadurch bekannt, daß er sich sehr auf dem Gebiet des Lebensschutzes einsetzt.

– „Zucker, Zucker…: Krank durch Fabrikzucker. Von süßen Gewohnheiten, dunklen Machenschaften und bösen Folgen für unsere Gesundheit“ von Dr. W.O. Bruker, Ilse Gutjahr 331 Seiten, bebundene Ausgabe, emu-Verlag 1999

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