Vitalstoffversorgung bei der Alzheimer-Erkrankung

 

Die ungesunde Ernährung und Lebensweise unserer moderen Zivilisation, verbunden mit schädlichen Umwelteinflüssen, führt zwangsläufig zu einem Mangel an Vitalstoffen in unserem Organismus.

 Es kommt zu gestörten Stoffwechselabläufen, die das Auftreten von Krankheiten aller Art, die Körper, Geist und Seele betreffen, Vorschub leisten. Haben sich diese Krankheiten schließlich manifestiert, so führen diese Krankheiten ebenfalls zu Vitalstoffmangelerscheinungen, eine Abwärtsspirale beginnt.

So entsteht ein Cholinmangel u.a. durch einen Mangel an B-Vitaminen, vor allen Dingen an Folsäure und/oder Vitamin B12. Eine übermässige Aufnahme von Coffein, chronische Erkrankungen, wie z. B. entzündliche Darmerkrankungen oder Arthritis, ein hoher bzw. regelmässiger Alkoholkonsum, Fettverdauungsstörungen usw. führen dann ihrerseits zu einem noch größeren Cholinmangel. So verwundert es nicht, dass es zu einer Störung der Acetylcholinsynthese im Gehirn und damit verbunden zu einer Entgleisung unseres Neurotransmitterhaushaltes kommen kann.

Durch eine Zufuhr von Lezithinen aufgrund der Aufnahme lezithinreicher Nahrungs- bzw. Nahrungsergänzungsmittel kann ein Cholinmangel beseitigt und eine nachlassende bzw. gestörte Hirnfunktion verbessert werden. B-Vitamine, Vitamin E und C können das Risiko an einer Altersdemenz zu erkranken um bis zu 88 % senken. So profitieren Senioren besonders von der zusätzlichen Gabe von Folsäure, Vitamin B12 und Vitamin B6, da diese Vitamine des B-Komplexes die Blutkonzentration der toxischen Aminosäure Homocystein reduzieren und damit das Alzheimer-Risiko erheblich senken.

Alois Alzheimer

Studienlage:

Innerhalb einer Langzeitstudie*), die doppelblind-  und placebokontrolliert durchgeführt wurde, bekamen 51 Studienteilnehmner, die an seniler Demenz vom Alzheimer Typ litten, hohe Dosen Lezithin (20 bis 25 g/Tag). Beim Lezithin handelte es sich um gereinigtes Soja-Lezithin, das 90 % Phospatidyl- plus Lysophosphatidylcholin enthielt. Die Studienteilnehmenr erhielten über sechs Monate hinweg die Lezithingaben. Kognitive Faktoren, wie Gedächtnis, Lernvermögen, Selbstorganisation usw. wurden parallel und über weitere sechs Monate dokumentiert. Die Blutplasmacholinwerte wurden über den gesamten zwölfmonatigen Studienzeitraum bestimmt.

Es zeigte sich, dass im Vergleich der kognitiven Fähigkeiten der Studienteilnehmer, die das Lezithin einnahmen und derjenigen, die das Plazebo konsumierten, im Durchschnitt kaum Unterschiede auftraten. Wohl aber zeigten sich Verbesserungen der kognitiven Eigenschaften bei Probanten, die ein hohes Alter aufwiesen und niedrigere Cholinwerte im Plasma hatten, als die anderen Studienteilnehmer.

Weitere Studienergebnisse zeigen bisher, dass Lezithin nicht eindeutig bei der Behandlung von degenerativen Erkrankungen vom Alzheimer- bzw. Parkinsontyp Verbesserungen in der Kognition herbeiführen kann, wohl aber bei nicht degenerativen Störungen der Kognition, wie es z. B. bei stress- bzw. altersbedingten Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen.

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Fachausdrücke:

Doppelblind:

Studienteilnehmer und -leiter sind „blind“, d.h. sie wissen nicht, wer von den Studienteilnehmer  welche Substanzen erhält. Dadurch wird eine Beeinflussung des Ergebnisses ausgeschlossen.

Placebokontrolliert:

Ein Teil der Studienteilnehmer erhält die zu testende Substanz , während die Kontrollgruppe ein optisch, geschmacklich und im Bedarfsfall mit den Nebenwirkungen der zu testenden Substanz identisches Placebo erhält. Eine Differenz zwischen der gemessenen Wirkungen in beiden Gruppen zu Gunsten der Testsubstanz, kann so als dessen Wirksamkeit angesehen werden.

Dr. Heike Jürgens

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Quellen/weiterführende Literatur:

– http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1028443/

*) A. Little, R. Levy et. al., Journal Neurol. Neurosurg. Psychiatry, 1985, 48 (8): 736-742, „A double-blind, placebo controlled trial of high-dose lecithin in Alzheimer? disease“)

– http://de.wikipedia.org/wiki/Blindstudie

– http://de.wikipedia.org/wiki/Placebo

– http://de.wikipedia.org/wiki/Kognition

– http://www.sanosalveo.de/product_info.php/info/p8_lecithin-1200.html/XTCsid/7ad1fe30d86ff62787be6674269e5092+Lecithin+Alzheimer&cd=9&hl=de&ct=clnk&client=ubuntu&source=www.google.com

– http://de.wikipedia.org/wiki/Alzheimer-Krankheit#Ginkgo_biloba

– http://www.wissenschaft-online.de/abo/lexikon/biochemie/54

– http://de.wikipedia.org/wiki/Alzheimer-Krankheit

http://de.wikipedia.org/wiki/Alois_Alzheimer

– http://www.topfruechte.de/2008/09/29/konnen-vitamine-die-alzheimer-demenz-aufhalten/

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