Perillaöl – pflanzliche Quelle lebensnotwendiger Omega-3-Fettsäuren

Das Perilla-Öl ist ein „Newcomer“ auf dem Markt der Naturprodukte und Nahrungsergänzungsmittel und könnte zur ernsthaften Konkurrenz für die bisher bevorzugten Fischölkapseln werden.

Es handelt sich um ein rein pflanzliches Öl, das sich durch seinen aussergewöhnlich hohen Gehalt an Alpha-Linolensäure, eine Omega-3-Fettsäure, von anderen Ölen signifikant abhebt. Für den Menschen ist diese Omega-3-Fettsäure neben der Omega-6-Fettsäure Linolsäure lebensnotwendig (essentiell).

Da der Mensch diese Fettsäuren nicht selbst innerhalb seines Stoffwechsels bilden kann, ist er auf die Zufuhr von aussen über die Nahrung angewiesen.

Darüberhinaus weist das Perillaöl ein besonders günstiges Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6- und Omega-9-Fettsäuren auf, was ernährungsphysiologisch von hoher Bedeutung für unsere Gesundheit ist.

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Die Perillapflanze – eine kaum bekannte Pflanze aus Ost- und Südostasien

Die Perillapflanze ist auch unter dem Namen: Schwarznessel, Chinesische Melisse oder Wilder Sesam bekannt. Sie gehört zu der Familie der Lippenblütengewächse (Lamiaceae) und wird botanisch als Perilla frutescens bezeichnet.

Perilla frutescens (Foto: www.flickr.com)

Von Perilla frutescens werden in Japan zwei unterschiedliche Kulturformen angebaut: -die var. crispa auf japanisch: shiso, hat krause aromatische Blätter, die je nach Sorte grün oder rot gefärbt sind -die var. frutescens wird vor allem wegen ihrer Samen geschätzt, aus denen das Perillaöl gewonnen wird. Perilla wächst aus Samen, mag es gerne etwas wärmer und gedeiht in normalem Gartenboden in sonnigen oder halbschattigen Lagen. Die Pflanze hat neben der Verwendung als Küchen- oder Heilkraut noch zusätzlich einen hohen Zierwert.

Küchentipps:

In Japan und Korea ist Shiso eine wichtige Nahrungspflanze. Diese Perilla-Variante hat große, weiche, am Rand krause, violette oder grüne Blätter und sieht sehr hübsch aus. Shiso wird frisch zu Fisch oder in Nudelsuppen und Frühlingsrollen verwendet und/oder dient der Dekoration. Eingelegt in Salz und Essig wird das Perillablatt als Pickle geschätzt und aromatisiert und färbt den Ingwer für Sushi (shoga) sowie die berühmten eingelegten japanischen Pflaumen (Umeboshi). Besonders beliebt ist in Japan die rotblättrige Kulturform zur Würze und Farbe von eingelegtem Gemüse. Getrocknet als Gewürz verleiht es Suppen sein Aroma. Perilla schmeckt in jeder Form sehr apart. Das Aroma erinnert entfernt an Zimt und Anis oder Süßholz. Es wird als leicht scharf und sehr aromatisch beschrieben.

In der westlichen Küche ist die Perillapflanze kaum bekannt. Allerdings werden die roten Perilla-Blätter zum Färben von einem blassen Rosa bis zu einem tiefen Rotweinton bereits verwendet.

Inhaltsstoffe der Perilla frutescens

In den braunen Samen der Perilla frutescens ist 40% Perillaöl enthalten, das einen sehr hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren aufweist (60 % Alpha-Linolensäure, je 15% Linol- und Ölsäure). Die Perilla-Pflanze enthält phenolische Gerbstoffe und Antioxidantien, wie es für die Familie der Lippenblütengewächse typisch ist. Die roten Perilla-Blätter, die eine rote bis purpurfarbene Blattfarbe aufweisen, enthalten noch zusätzlich den Farbstoff: „Perillanin-chlorid“, ein Pflanzenfarbstoff aus der Anthocyan-Reihe.

Das Perilla-Öl

Das Öl aus den Samen der Perilla-Pflanze weist nicht nur einen hohen Omega-3-Gehalt von 60 % auf, es zeichnet sich auch durch ein für die Gesundheit besonders günstiges Verhältnis folgender ungesättigter Fettsäuren zueinander aus: ———————————————————————————————————–

Omega-3-Fettsäure (Alpha-Linolensäure)

Omega-6-Fettsäure (Linolsäure) :

Omega-9-Fettsäure (Ölsäure) = 60 : 15 : 15

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Omega-3-Fettsäuren:

Omega-3-Fettsäuren sind eine spezielle Gruppe innerhalb der ungesättigten Fettsäuren. Sie haben in ihrer chemischen Struktur zwei oder mehr Doppelbindungen zwischen den Kohlenstoffatomen und werden deshalb auch als mehrfach ungesättigte Fettsäuren bezeichnet. Zu den wichtigsten Omega-3-Fettsäuren zählen:

Alpha-Linolensäure (ALA) Eicosapentaensäure (EPA) Docosahexansäure (DHU)

Für den Menschen ist die Omega-3-Fettsäure ALA lebensnotwendig (essenziell). Der Körper kann sie selbst nicht bilden, weshalb sie regelmäßig mit der Nahrung aufgenommen werden muss. ALA ist ein Vorläufer für die Synthese der langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHU, die der Körper dann mit eigenen Enzymen aus der ALA herstellen kann. Es gibt Darstellungen in der Fachliteratur, nach denen die Synthese der langkettigen Fettsäuren im Alter oder durch verschiedene Einflüsse möglicherweise „nicht ausreichend“ und/oder zu langsam wäre, weil der Mensch nur über eine „suboptimale Enzymausstattung“ verfügt. Dies ist von Bedeutung, da diesen viele gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben werden. Zum Beispiel besteht das Gehirn zu 0.5 Gewichtsprozenten aus reiner DHU.

Weiterhin muss beachtet werden, dass circa 20 Gramm ALA, das entspricht etwa 40 Gramm Leinöl, zugeführt werden muss, um die erforderliche Mindestmenge von 1 Gramm EPA zu erreichen.

Dies zeigt uns, dass der Mensch auch noch zusätzlich zu der Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure (ALA), die beiden Omega-3-Fettsäuren Eicodapentaensäure (EPA) und Docosahexansäure (DHU) benötigt.

Besonders Seefische wie Makrele, Sardine, Sardelle oder Thunfisch liefern diese langkettigen Omega-3-Fettsäuren. Gemäß der Ernährungstradition zählen in vielen südeuropäischen Ländern diese Fische zu einer abwechslungsreichen Speiseplangestaltung. Die kurzkettige Omega-3-Fettsäure ALA ist auschließlich in Pflanzen enthalten. So z. B. in: Leinsamen, Hanfsamen, Kürbissamen, Soja, Rapssamen, Weizenkeime, Walnüsse , dunkelgrünes Gemüse, Perillasamen und allg. Algen, Moose und Farne.

Folgende Übersicht zeigt den Omega-3-Fettsäuregehalt in Gewichtsprozent in verschiedenen Pflanzenölen und Fettfischen und Robben im Vergleich zum Perillaöl:

Bislang wurde auch eine gesundheitsschützende Wirkung der Omega-3-Fettsäuren in vielen epidemiologischen Studien belegt. Sie wirken vor allem antithrombotisch und können Herz-Kreislauferkrankungen vorbeugen, da folgende Wirkungen im Einzelnen nachgewiesen wurden: (aus: Wikipedia,Omega-3-Fettsäuren*))

-Senkung des Fibrinogenspiegels und Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes

-Senkung des Gehalts an Blutfetten (Triglyceriden) und damit eine

-Vorbeugung der „Arterienverkalkung“ (Arteriosklerose)

-Bildung gefäßerweiternder Gewebshormone (Eicosanoide)

-Steigerung der Fluidität von Zellmembranen

-Senkung des Blutdrucks

-Verminderung des Risiko für den plötzlichen Herztod

-Steigerung der Wirksamkeit weißer Blutkörperchen (Leukozyten) auf Entzündungsreaktionen

-Risikosenkung einer möglichen Erkrankung an Alzheimer

-Behandlung von Depressionen

-positive Wirkung auf die Entwicklung des Zentralnervensystems und der Retina beim Säugling und Kleinkind

-Behandlung bei Bipolaren Störungen

Aus einer 1999 veröffentlichten mehrarmigen Megastudie an Patienten nach Herzinfarkt (Valagussa F., Dietary supplementation with n-3 polyunsaturated fatty acids and vitamin E after myocardial infarcation, Lancet 354: 447-455) konnte entnommen werden, dass der Einsatz von Omega-3-Fettsäuren auch dann sinnvoll ist, wenn bereits ein Herzinfarkt aufgetreten ist.

Bedarf an Omega-3-Fettsäuren

Der allgemeine Bedarf wird in der Literatur von mindestens 0,5 – 1,0 Gramm Omega-3-Fettsäuren *) bis idealerweise 3 – 4 Gramm pro Tag***) angegeben. Dabei entspricht 3 Gramm Omega-3-Fettsäure ca. 5 Gramm Perillaöl, da Perillaöl in der Regel etwa 60% Omega-3-Fettsäuren enthält, dass entspricht ungefähr einem Teelöffel voll Öl. Ein erhöhter Bedarf liegt bei Schwangerschaft, Stillzeit, Wachstum und im Alter vor.

Mangelsymptome an Omega-3-Fettsäuren

Mangelsymptome können sich in folgenden Auffälligkeiten zeigen*):

-Auge: Entzündungen, Sehstörungen, Trockenheit

-Haut: trocken, schuppig, Exzeme

-Immunsystem: Entzündungsreaktion, Infektanfälligkeit

Kinder / Heranwachsende: Lern-, Konzentrations-, Verhaltens-, Wachstumsstörungen

-allgemein: Verhaltensstörungen, Depression, Altersenilität, Muskelschwäche

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Omega-6-Fettsäuren

Auch die Omega-6-Fettsäuren gehören zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Sie unterscheiden sich gegenüber den Omega-3-Fettsäuren in ihrer chemischen Zusammensetzung. Bei einer gesunden Ernährung sollte auf einen Ausgleich zwischen Omega-3-Fettsäuren und Omega-6-Fettsäuren geachtet werden. Die wichtigsten Omega-6-Fettsäuren sind:

Linolsäure (LA) Gamma-Linolensäure (GLA) Arachidonsäure (AA)

Wie schon bei den Omega-3-Fettsäuren beschrieben, werden auch bei den Omega-6-Fettsäuren die GLA und AA aus der kurzkettigen Linolsäure (LA) hergestellt. Das bedeutet, dass ohne genügend Linolsäure (LA) der Körper zu wenig GLA aufbaut. Nach Ann Gittleman und Dr. Horrobin: „Eat fat and loose weight“ ist GLA für den Aufbau von Prostaglandinen, die den Körper zur Verbrennung von Körperfett stimulieren, unerlässlich.

Wer seine Gewichtsabnahme effektiv fördern möchte, sollte also anstelle von wenig oder kein Fett, genügend gesunde Fette, die Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren enthalten, essen.

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Qualitativ hochwertige Öle

Neben dem Leinöl zeichnet sich vor allem das Öl aus den Samen der Perilla-Pflanze (Perilla frutescens, Shiso) durch einen überdurchschnittlich hohen Gehalt an der pflanzlichen Omega-3-Fettsäure aus.

Alle hochwertigen Öle müssen kalt gepresst sein (nativ extra), d. h. nicht raffiniert und nicht durch weitere chemischen Aufarbeitungsprozessen (wie z. B. hydrogenieren, deodorisieren, bleichen usw.) aufgearbeitet. So entstehen keine schädlichen Trans-Fettsäuren, die u. a. den Alterungsprozess der Zellen und allgemein unseres Körpers beschleunigen. Der Geschmack der Pflanze sollte bei einem qualitativ hochwertigem Öl gut zu erkennen sein. Dann kann man sicher sein, dass auch die weiteren wertvollen Bestandteile der Pflanze, wie z. B. phenolische Gerbstoffe und Antioxidantien, im Öl vorhanden sind.

Die Aufbewahrung des Öls sollte ausschließlich in Glasflaschen erfolgen, nie in Plastik, in welcher Form auch immer. Dafür gibt es Gesundheitsgründe, die durch zahlreiche wissenschaftliche Studien bestätigt sind. Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren sind aktive ungesättigte Moleküle, die mit der Kunststoffverpackung reagieren und giftige Stoffe, wie z. B. hormonartige Chemikalien, freisetzen.

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Warum natives Öl kostengünstiger ist als Kapseln

In einer Kapsel mit pflanzlichem Öl oder Fischöl ist sehr wenig, ca. 0,2 – 1,2 Gramm Öl, enthalten. Sie brauchen zur Deckung des optimalen Tagesbedarfes 12 bis 20 Kapseln am Tag. Ein Teelöffel Öl entspricht ca. 5 Gramm Öl und damit 5 große Kapseln. Ein Esslöffel Öl entspricht ca. 15 Gramm Öl, also 15 Kapseln.

Eine allgemeine Ernährungsregel besagt (von Bart Maes):

„Je näher bei der Natur, desto besser“

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Einkaufstipps:

Hochwertige extra native Pflanzenöle mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren sollten frisch gepresst in den Handel kommen, so dass sichergestellt werden kann, dass die empfindlichen ungesättigten Fettsäuren noch stabil sind. Während längeren Lagerungszeiten können durch Oxidationsprozesse die ungesättigten Fettsäuren ranzig und damit zerstört werden. Am besten ist es, wenn der Händler, von dem die Öle bezogen werden, den Erzeuger direkt kennt, und weiss, dass die Öle ordnungsgemäß kalt gepresst und frisch abgefüllt werden. Das ist bedingt noch in kleinen Naturwarenläden, Reformhäusern und/oder bei Spezialversendern im Internet möglich, die sich selber viel Wissen über Gesundheitsprodukte zugelegt haben und sich zum Ziel gesetzt haben, nicht nur nach dem Preis zu gehen, sondern genauer zu schauen, welche Öle diese strengen Kriterien erfüllen. Oftmals handelt es sich dann bei den Erzeugern um kleinere Handwerksbetriebe, die ihren Produktionsbetrieb nicht auf maximalen Gewinn, sondern auf hohe Qualität ausgerichtet haben.

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Wichtig ist auch eine Aufbewahrung in dunkel gefärbten Glasflaschen, damit nicht unter Einfluß des Sonnenlichtes Oxidationsprozesse stattfinden können. Hochwertige native Pflanzenöle mit einem hohen Omega-3-Fettsäureanteil, wie z. B. das kaltgepresste Bio-Leinsamenöl von der Ölmühle Solling,kbA gibt es in gut sortierten Reformhäusern und/oder bei Spezialversendern, wie z. B. Topfruits.

Es sind auch Ölmischungen im Handel, die einen hohen Omega-3- Fettsäureanteil aufweisen, aber noch andere Öle, die die Haltbarkeit erhöhen und gleichzeitig das Fettsäurespektrum etwas zugunsten der Omega-6- und Omega-9-Fettsäuren verschieben (siehe weiter oben), wie z. B. das Eicosan Perilla-Öl von Amanprana.

Eicosan Perilla-Öl von Amanprana

Alle Öle dieses vollkommen naturbelassenen und schonend gewonnenen Pflanzenöls sind nativ extra (kalt gepresst), alle Zutaten stammen aus kontrolliert biologischem Anbau. Weiterhin enthalten sind die Gewürze: Ingwer, Kurkuma, Rosmarin, Kamille, Nelke, Koriander und Kaneel. Die einzelnen Öle sind in folgender Zusammensetzung enthalten:

80 % Perilla-Öl 15 % Rotes Palmöl 4,5 % Weizenkeimöl 0,5 % Eicosanöl

Zu beachten ist noch, dass alle kaltgepressten Öle mit hohem Anteil ungesättigter Fettsäuren nur kalt verwendet werden dürfen, weil Erhitzen über 40 Grad Celcius die wertvollen ungesättigten Fettsäuren zerstört.

Dr. Heike Jürgens

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Literatur/Quellen:

www.biothemen.de – *)

– Wikipedia, Omega-3-Fettsäuren: (Sinclair et. al., „What is the role of alpha-linolenic acid for mammals?“, 2002, Dec. 37 (12) 1110-23, Abstract Plus, Department of Food Science, Melbourne; Stoll, A.L. u. a. in 2001: „The Omega 3-Connection“: The Groundbreaking Antidepression Diet and Brain programm, ISBN: 0-68487139-4), Servan/Leipold/Schäfer,

-„Die neue Medizin der Emotionen„, Stress, Angst, Depression, Gesund werden ohne Medikamente, Goldmann-Verlag, 10. Auflage, Kapitel 9: „Die Revolution der Omega-3-Fettsäuren“, S. 155-178)

– **)Vitale und fatale Fette, Udo Erasmus (engl.:“Fats that heal, Fats that kill, The complete guide to fats, oil, cholesterol and human health, Deutscher Apother Verlag, 1997, ISBN-10: 3769220153)

– ***)Zeitschrift über Gesundheit, Vitalität und Wohlstandskrankheiten, 1997, Belgien, G. Wolfram, D. Freman, Referenzwerte mit Gewähr-Richtwerte für die Fettzufuhr, Ernährungs-Umschau 48 (2001) 274 – 283).

Weiterführende Literatur:

Heilende Öle – Pflanzenöle als Nahrungs- und Heilmittel, von Günther Albert Ulmer, Günther-Albert-Ulmer-Verlag 2001, 125 Seiten

Schon seit dem frühen Altertum werden aus fettreichen Pflanzen, Früchten und Samen Öle gewonnen und bereits so lange schon wird Öl nicht nur für die Zubereitung des Essens verwendet, sondern auch in der Medizin und in besonderer Weise zur Massage und Hautpflege. Wie wichtig eine gesunde Ernährung, insbesondere ein geordneter Fettstoffwechsel, für unsere körperliche und geistige Gesundheit ist, wird immer mehr erkannt. Gerade der Fettstoffwechsel ist für die Lebensvorgänge, für Wachstum, Atmung und für die Erzeugung von Lebensenergie mitverantwortlich und spielt hier eine ganz wichtige Rolle. Auch die Harmonie zwischen Fett und Eiweiß ist eine Voraussetzung für die zentrale Lebensfunktion, für die Veratmung der Nahrung einschließlich der Fettverbrennung, wobei ungesättigte und hochungesättigte Fettsäuren, wie die Linol- Linolen- und Gamma-Linolensäure eine wichtige Rolle spielen. Nicht immer stehen dem Körper genügend Linolensäuren zur Verfügung. Bei einseitiger Ernährung mit zuviel gehärteten Fetten, Nikotin, Alkohol, aber auch bei Stoffwechselkrankheiten, sollten diese in jedem Falle dann bewußt zugeführt werden. Gerade die Linolensäuren können dazu beitragen, das Immunsystem ins Gleichgewicht zu bringen, frühzeitigem Altern vorzubeugen, eine Normalisierung der Zellatmung herbeizuführen und sehr günstig auf Rheumatismus, Asthma, Leber- und Gallenleiden, Magen-Darmerkrankungen, Neurodermitis usw. einzuwirken. Die Zufuhr einer gamma-linolensäurehaltigen Diät hat auch bei Konzentrationsschwäche und bei dem Hyperkinetischen Syndrom (Zappelphilipp) bei Kindern Erfolge gezeigt. In diesem Buch finden Sie die neusten Erkenntnisse über die heilenden Öle: z.B. über Borretschöl, Distelöl, Hanföl, Leinöl, Nachtkerzenöl, Olivenöl, Schwarzkümmelöl, Sonnenblumenöl sowie auch über ätherische Öle, wie Teebaumöl, Pfefferminzöl, Lavendelöl und noch viele andere.

-Dr. Johanna Budwig, Öl-Eiweiss-Kost, Sensei-Verlag, 2002

Kurzbeschreibung:

Dieses Kochbuch sollte jeder in der Küche haben, der seine Ernährung auf die Öl-Eiweiß-Kost umgestellt hat oder gerade dabei ist dies zu tun. Eine große Anzahl leicht nachzukochender Rezepte, die zudem auch noch sehr gut schmecken. Nicht einmal auf leckere Desserts und sogar selbstgemachtes Speiseeis braucht man hier zu verzichten. Leserstimmen: Wirklich das beste Kochbuch nicht nur für Krebskranke, sondern auch für die, die sich vor der Krankheit schützen möchten. Da es sich tatsächlich fast ausschließlich um eine Rezeptsammlung handelt, ist es unbedingt nötig, vorher das Buch von Dr. Budwig – Krebs, das Problem und die Lösung – zu lesen. Darin erfährt man die Wirkungsweise von Leinöl in Kombination mit Eiweiß. Die Rezepte sind für jedermann leicht nachzuvollziehen und man erzielt wirklich tolle Erfolge damit. Ein naher Angehöriger ( jahrelang Krebs, seit 2 Jahren mit Knochenmetastasen) führt seit einigen Wochen die Kost strikt nach Anweisung durch. Er blüht seitdem sichtlich auf, er fühlt sich prima, kann wieder 1-2stündige Spaziergänge machen, schmiedet wieder Pläne für die Zukunft, kurzum wir alle sind hellaufbegeistert. Ich kann jedem direkt oder indirekt Betroffenen nur Mut wünschen, es mit dieser alternativen Heilmethode zu versuchen. Ein praktischer Leitfaden zur Kost bei Krebskranken. Dieses Buch beruht auf der Erkenntnis der Autorin, dass Leinöl die beim Krebskranken gestörte Zellatmung ankurbelt und auf diese Weise Krebs in nahezu jedem Stadium geheilt werden kann. Die 166 Rezepte erleichtern die Wahl der Lebensmittel und ermöglichen eine abwechslungsreiche Kost, die nicht nur gesund ist, sondern auch schmeckt. Meine vollste Hochachtung für dieses Buch. Zum Verständnis der Theorie muss man ergänzend das folgende 135 Seiten umfassende Buch der gleichen Autorin, aus dem Sensei-Verlag 2002, lesen.

Dr. Johanna Budwig: Krebs – Das Problem und die Lösung

In diesem Buch der bekannten Fettforscherin und Krebstherapeutin wird die biochemische Wirksamkeit der Öl-Eiweißkost nach Dr. Budwig anschaulich und nachvollziehbar geschildert. Wer sich ein wenig mit der Materie Ernährung auskennt, weiß, dass die Frau Recht hat, schon vor 50 Jahren, damals als Forscherin, hat sie aus den im Buch genannten Gründen vor den billigen, hydrierten Industriefetten gewarnt. Anhand von einigen in ihrer Praxis behandelten Patienten, die sie auch namentlich in ihrem Buch erwähnt, wird klar, wie erfolgreich die Öl-Eiweißkost in Kombination mit anderen sog. alternativen Behandlungsmethoden bei Krebskranken eingesetzt werden kann.

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