Mit Vitaltees gegen depressive Tiefs

Nach Untersuchungen der Weltgesundheitsorganisation WHO leiden vier bis sechs Prozent aller Menschen an einer Depression. Mit zunehmendem Alter nimmt die Quote immer mehr zu.  Einige Wissenschaftler schätzen, dass bis zu 30 % aller über 65-jährigen an einer Depression leiden. Sie wird von den behandelnden Hausärzten jedoch häufig nicht erkannt, da die Beschwerden sehr vielfältig und von Person zu Person recht unterschiedlich sind. Hier geht es um die sogenannte „reaktive Depression„, also um ein kürzer oder länger anhaltendes Stimmungstief als Reaktion auf ein Verlusterlebnis.

Diese Stimmungslage darf nicht mit der endogenen oder der larvierten Depression verwechselt werden, die unbedingt fachärztlicher Behandlung bedarf! Psychologen sprechen im Zusammenhang mit depressiver Verstimmung oft von einer Trauerreaktion auf ein Verlustereignis oder auf einen Schicksalsschlag: Meistens geht es um die Trennung von einem geliebten Menschen, um den Tod eines nahen Angehörigen, oder es ist ein wichtiger Lebensinhalt verlorengegangen: Der Job wurde gekündigt, die eigene Firma machte Bankrott. Dass uns so ein Verlust mit Niedergeschlagenheit erfüllt ist, ist ganz normal ind sogar heilsam. Je stärker man sich in die Trauer hineinfallen lassen kann, desto schneller findet man nach einer angemessenene Zeit wieder zurück ins normale Leben. Wenn sich die resignierte Lebenshaltung über längere Zeit hinzieht und zu viel Raum einnimmt, kann sie in einen Dauerzustand übergehen.

Typisch für solche depressive Verfestigungen ist auch die Tendenz, andere für das eigene Unglück verantwortlich zu machen. Weil er es sich nicht zutraut, sich selbst aus seiner Lage zu befreien, erwartet der depressiv Veranlagte dies oft von anderen. Eine andere, häufige Variante ist die Winterdepression, die ganz konkret mit mangelndem Tageslicht während der Wintermonate zusammenhängt. Gegen seelische Tiefs sind viele Kräuter gewachsen. Das absolute Muß in allen Mischungen ist das Johanniskraut.

Gesundheitstipps:

Mischen sie fünf bis sieben der hier genannten Kräuter zu gleichen Teilen. Johanniskraut sollte auf jeden Fall dabei sein.

Herb und bitter: Johanniskraut, Beifuß, Echter Ziest

Herb: Liebstöckel, Lavendel, Salbei, Nelkenwurz, Bachnelkenwurz, Hopfen – Bitter: Gamander, Benediktenkraut, Eselsdistel

Herzerfreuend aussehend: Echter Gamander, Melisse, Passiflora, Orangenblüte, Rosenblüte, Gänseblümchen, Schlüsselblume, Gauchheil

Süß, angenehm schmeckend: Ringelblume, Schlüsselblumenblüte, Anissamen, Sternanis, Kardamon, Lakritze, Schachtelhalm, Rose, Passiflora Ihre Mischungen könnte beispielsweise so aussehen: Johanniskraut, Nelkenwurz, Benediktenkraut, Rosenblüten, Gänseblümchen, Sternanispulver

Zwei Spezialrezepte:

Für hormonell bedingte Stimmungsschwankungen im Klimakterium: ein Tee zu gleichen Teilen gemischt aus Johanniskraut, Hopfen und Melisse.

Für ältere Menschen, sie sich vom Leben abseits stehend empfinden: eine Mischung aus Johanniskraut, Weißdorn und Melisse

Auch pur getrunken ist Johanniskraut ein wunderbares Mittel bei leichten Gemütsverstimmungen. Bestes Beispiel ist die Winterdepressionen, die in den hiesigen Breiten unzählige Menschen Jahr für Jahr befällt. Um genügend Wirkstoffe zu sich zu nehmen, sollten sie fünf Tassen am Tag trinken.

Zubereitung:

2 gehäufte TL Johanniskraut mit einem Viertelliter Wasser übergießen und zum Sieden erhitzen. Nach wenigen Minuten abseihen. Die Kur sollte über vier bis sechs Wochen konsequent durchgeführt werden!

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Quellen/Literatur:

-„Heilkräuter für die Seele“ von Gerti Samel, Ludwig – Verlag 1996, 142 Seiten

Zum Inhalt:

Innere Ruhe bei Schlafstörungen, Konzentrationsmangel, Antriebsschwäche und Depression finden. Die besten Rezepte von Johanniskraut, Baldrianwurzel bis Passionsblumenkraut. Heilkräuter beeinflussen unsere Stimmung, befreien von negativen Haltungen und Ängsten, lassen uns die innere Ruhe wiederfinden und helfen, die Lebenskraft zu bewahren. Sie heilen psychische Leiden auf natürliche Weise und stimulieren damit unser körperliches Wohlbefinden.

In diesem Buch finden Sie:

  • Detaillierte Beschreibungen der wichtigsten Heilkräuter von Johanniskraut bis Passionsblumenkraut, ihre Wirkung und Anwendung
  • Wie Sie seelische Leiden von A bis Z mit Kräutermischungen und Teerezepturen lindern
  • Angaben über Zubereitung, Aufbewahrung und Bezugsquellen von Heilkräutern
  • Exakte Mengenangaben und Dosierungsanleitungen mit Hinweisen, wie lange das jeweilige Mittel eingenommen werden darf

Über die Autorin (1996):

Gerti Samel ist Redakteurin bei der Zeitschrift Cosmopolitian. Seit zehn Jahren ist sie dort verantwortlich für die Bereiche Gesundheit, Ernährung, Esoterik und Umwelt. Ihre Spezialgebiete sind dabei Naturheilkunde und alternative Medizin.

Siehe auch: http://www.gerti-samel.de/

„Lebensfreude und Gesundheit durch Johanniskraut, Die Heilpflanze bei Depressionen, Schlafstörungen uns Nervosität nutzen. Mit Rezepturen zur Stärkung des Herzens und zur Behandlung von Verletzungen„, von Dr. Jörg Zittlau, Südwest Verlag, 1997

Kurzbeschreibung:

Seit jeher bekannt – heute neu entdeckt – die Heilwirkung des Johanniskrauts. Der Autor stellt die besten Rezepturen vor, gibt Ratschläge zum Selbstanbau, nennt aber auch Bezugsquellen. Mit vielen Tipps zur Pflege und Gesunderhaltung der Haut durch Johanniskraut-Produkte

Der Autor über sein Buch Wirkungsvolle Heilpflanze für Psychiatrie und Sportmedizin

Die antidepressiven Wirkungen von Johanniskraut sind mittlerweile wissenschaftlich gut dokumentiert. Bei aller Euphorie hierfür wird jedoch gerne vergessen, daß die Pflanze auch bei zahlreichen anderen Erkrankungen wie Gürtelrose und Kopfschmerzen sowie bei Sportverletzungen hilft. Der vorliegende Ratgeber informiert umfassend über das Johanniskraut, über seine Wirkstoffe, seine Geschichte und seine Einsatzmögliichkeiten für die Medizin und den Hausgebrauch.

Dr. Heike Jürgens

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