Leinsamen kann das Wachstum von Prostatakrebs verringern

Lein ist eine der ältesten Kulturpflanzen. Sie wurde schon vor 10.000 Jahren angebaut.

In vielen Hochkulturen wurde die Pflanze verwendet und bereits sehr früh als Heilmittel genutzt.

Als Leinsamen werden die Samen des Flachs (Gemeiner Lein, Linum usitatissimum) bezeichnet.  Sie enthalten etwa 40% Fett (Leinöl), wobei die mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäure: “ Alpha-Linolensäure“ einen Anteil von etwa 50% hat, das ist eine der höchsten Konzentrationen von Omega-3-Fettsäuren aller bekannten Pflanzenöle. Weitere wichtige Inhaltsstoffe sind Eiweiß (20 %), Schleime (5-6%), Lecithin, Sterine, die Vitamine B1, B2, B6 und E, Nicotin-, Folsäure, Pantothensäure sowie Spuren des Blausäure-Glycosids Linamarin, ein Cyanhydrin von Aceton und dem Zuckerbaustein Glucose.

 

Strukturformel von Linamarin

Nach früheren Annahmen sollte bei Kontakt mit Enzymen und der Darmflora im menschlichen Verdauungsapparat Linamarin, das sich normalerweise in den Zellwänden der Pflanze befindet, zu der giftigen Blausäure zersetzt werden. Selbst wenn es so wäre, würden bei normalen täglichen Verzehrsmengen von Leinsamen keine Vergiftungserscheinungen auftreten, da die freigesetzten Mengen viel zu gering wären. Auch wissen wir von anderen sogenannten „Giften“, wie z. B. beim Selen, wo die Dosierung erst die giftige Wirkung verursacht, dass sehr geringe Dosen eines Giftes, in unserem Fall also an Blausäure, der Gesundheit durchaus zuträglich sein kann. Viele Wirkstoffe in Pflanzen werden erst in jüngster Zeit in Verbindung mit der Entdeckung der „Sekundären Pflanzenstoffe“ als heilbringend und schützend erkannt.

Gesundheitstipp:

Für die Abspaltung von Blausäure verantwortlich ist das im Leinsamen enthaltene Enzym Linamarase. Damit dieses Enzym überhaupt messbare Mengen von Blausäure freisetzen kann, müsste es im Magen über 4 Stunden ungestört wirken. Das kann es aber nicht, da es durch die Magensäure sofort unschädlich gemacht wird. Dann müssten größerer Mengen mehlfein gemahlenen Leinsamens (100 g beim Menschen, 300 g bei Pferden und mehr) während einer Mahlzeit auf einmal konsumiert werden, um nennenswerte Mengen an Blausäure in der verbleibenden kurzen Reaktionszeit des Spaltenzyms Linamarase mit dem Blausäureglycosid zu gewährleisten. Restmengen an freigesetzter Blausäure werden durch körpereigene Mechanismen (Enzyme) sofort desaktiviert bzw. entgiftet.

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Studienlage:

Eine Studie, die an der Duke University in North Carolina/USA von Wendy Demark-Wahnefried und ihre Kollegen an 161 Männeren durchgeführt wurde, zeigte nun, dass 30 Gramm Leinsamen pro Tag das Fortschreiten von Prostata-Krebs signifikant verringern kann.

Allen 161 Männern stand eine entsprechende Operation bevor. Etwa einen Monat vor der Operation wurden die Männer in 4 Gruppen eingeteilt. Da zusätzlich auch der Nutzen einer fettarmen Diät untersucht werden sollte, bekamen die Männer der ersten und zweiten Gruppe 30 Gramm geschroteten Leinsamen, den sie mit ihrer Nahrung oder in einem Getränk zu sich nahmen, die Männer der zweiten Gruppe lebten zusätzlich fettreduziert, mit weniger als 20 % Fettanteil an der gesamten Kalorienzufuhr. Die Männer der ersten Gruppe ernährten sich ausser der Einnahme des Leinsamens in ihrer gewohnten Weise weiter. Die Männer der Gruppen drei und vier ernährten sich  wie die Männer der Gruppen eins und zwei, mit dem Unterschied, dass beide Gruppen drei und vier  keinen Leinsamen konsumierten.

Nach ca. 30 Tagen wurde operiert und die entfernten Tumore anschließend untersucht. Das Ergebnis wurde in der sogenannten Proliferationsrate, die das Verhältnis von Krebszellen, die sich aktiv teilen, gegenüber denen, die sich nicht teilen, wiedergegeben. Es zeigte sich, dass sich die   Krebszellen der Leinsamen-Gruppen (erste und zweite Gruppe) wesentlich langsamer entwickelt hatten, als die der Vergleichsgruppen. Das Tumor-Wachstum war durch die Wirkstoffe im Leinsamen deutlich – um bis zu 40 Prozent gebremst worden! Der Nutzen einer alleinigen fettreduzierten Diät (Gruppe vier) erwies sich dagegen als gering. Beide Therapiemöglichkeiten wurden gut vertragen. Die Forscher planen entsprechende Untersuchungen an Männern, die nicht operiert, sondern zum Beispiel wegen eines hohen PSA-Wertes zunächst nur beobachtet werden sollen.

Wendy Demark-Wahnefried und ihre Kollegen folgerten aus ihren Untersuchungen, dass die  Omega-3-Fettsäuren des Leinsamens die zelluläre Signalwege beeinflussen und das Zellwachstum zu reduzieren scheinen. Zudem enthalten die Samen eine große Menge Lignane (pflanzliche Östrogene), die sich an Hormone wie Testosteron und Estrogen binden können und dadurch teilweise deren krebsfördernde Wirkung blockieren. Darüber hinaus belegen weitere Untersuchungen, dass Lignane das Wachstum von Prostatakarzinomzellen hemmen und bei Mäusen mit Prostatakrebs die Tumorgröße verringern.

Auch Forscher der Universitäten in Heidelberg, Rostock und Toronto haben die krebshemmende Wirkung von Leinöl in jüngster Zeit bestätigt. Auch sie schreiben die antikanzerogene Wirkung von Leinöl hauptsächlich den sogenannten Lignanen zu. Doch wie so oft, werden nicht alleine die Lignane Heilungen und Prävention von Krebs herbeiführen, sondern ein breites Spektrum an Wirkstoffen, die im Verbund, also synergistisch in dem Naturprodukt wirken.

 

Bio-Leinöl (Leinsamenöl) - besonders mild, kaltgepresst, kbA

Leinsamenöl

Auch Dr. Budwig sah im Leinöl die Lösung des Krebsproblems. Ihre Heilerfolge sind gut dokumentiert und wurden in zahlreichen Büchern (siehe unten) und auf internationaler Ebene auf Krebsforschungskongressen der Öffentlicheit zugänglich gemacht.

Dr. Heike Jürgens

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Weiterführende Literatur/Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Leinsamen
– http://www.presseportal.de/pm/61468/795583/r_biopharm_ag
http://de.wikipedia.org/wiki/Leinsamen
– http://de.wikipedia.org/wiki/Linamarin
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=3426&no_cache=1&sword_list

“Krebs – Das Problem und die Lösung” von Dr. Johanna Budwig

Zum Verständnis der Theorie muss man ergänzend zum Buch: “Öl-Eiweiß-Kur” von Dr. Johanna Budwig, das folgende 135 Seiten umfassende Buch der gleichen Autorin, aus dem Sensei-Verlag 2002, lesen. In diesem Buch der bekannten Fettforscherin und Krebstherapeutin wird die biochemische Wirksamkeit der Öl-Eiweißkost nach Dr. Budwig anschaulich und nachvollziehbar geschildert. Wer sich ein wenig mit der Materie Ernährung auskennt, weiß, dass die Frau Recht hat, schon vor 50 Jahren, damals als Forscherin, hat sie aus den im Buch genannten Gründen vor den billigen, hydrierten Industriefetten gewarnt. Anhand von einigen in ihrer Praxis behandelten Patienten, die sie auch namentlich in ihrem Buch erwähnt, wird klar, wie erfolgreich die Öl-Eiweißkost in Kombination mit anderen sog. alternativen Behandlungsmethoden bei Krebskranken eingesetzt werden kann.

“Leinöl macht glücklich” von Hans-Ulrich Grimm, 173 Seiten, gebunden, mit zahlreichen Schwarz-Weiß-Abbildungen

Zusammenfassung:

Lein, das blaue Ernährungs-Wunder. Leinsamen hat mit den höchsten Gehalt an wertvollen Omega-3- Fettsäuren aller pflanzlicher Quellen. Lein ist eine uralte Kulturpflanze der Zivilisation, mit vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten. Jetzt wird eine wichtige Pflanze der Menschheitsgeschichte wieder entdeckt. Das Buch schreibt über die fast unglaublichen Wirkungen eines uralten Lebensmittels. Leinöl und Leinsamen mit ihren wertvollen Inhaltsstoffen können, nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, vorbeugend wirken gegen Herzinfarkt, gegen hohen Blutdruck, gegen viele Zivilisationskrankheiten.

Aus dem Inhaltsverzeichnis:

-Magische Anmut, Die vielen Talente des Leinöl Mit vollen Segeln, Die Blütezeit des Lein Macht Leinöl glücklich?, Über die Heilkraft des Lein, Das Omega-3 Wunder, Lein: Die beste Quelle für feine Fette, Goldene Mischung, Leinöl gegen Krebs, Vom Aschenputtel zur Prinzessin, Die weltweite Renaissance des Klassikers Heilsamer Lein, Wissenschaftlich erweisen: Wie Leinöl und Leinsamen heilend und vorbeugend wirken können

– “Öl-Eiweiss-Kost” von Sensei-Verlag, 2002

Dieses Kochbuch sollte jeder in der Küche haben, der seine Ernährung auf die Öl-Eiweiß-Kost umgestellt hat oder gerade dabei ist dies zu tun. Eine große Anzahl leicht nachzukochender Rezepte, die zudem auch noch sehr gut schmecken. Nicht einmal auf leckere Desserts und sogar selbstgemachtes Speiseeis braucht man hier zu verzichten.

Leserstimmen: Wirklich das beste Kochbuch nicht nur für Krebskranke, sondern auch für die, die sich vor der Krankheit schützen möchten. Da es sich tatsächlich fast ausschließlich um eine Rezeptsammlung handelt, ist es unbedingt nötig, vorher das Buch von Dr. Budwig – Krebs, das Problem und die Lösung – zu lesen. Darin erfährt man die Wirkungsweise von Leinöl in Kombination mit Eiweiß. Die Rezepte sind für jedermann leicht nachzuvollziehen und man erzielt wirklich tolle Erfolge damit. Ein naher Angehöriger ( jahrelang Krebs, seit 2 Jahren mit Knochenmetastasen) führt seit einigen Wochen die Kost strikt nach Anweisung durch. Er blüht seitdem sichtlich auf, er fühlt sich prima, kann wieder 1-2stündige Spaziergänge machen, schmiedet wieder Pläne für die Zukunft, kurzum wir alle sind hellaufbegeistert. Ich kann jedem direkt oder indirekt Betroffenen nur Mut wünschen, es mit dieser alternativen Heilmethode zu versuchen. Ein praktischer Leitfaden zur Kost bei Krebskranken. Dieses Buch beruht auf der Erkenntnis der Autorin, dass Leinöl die beim Krebskranken gestörte Zellatmung ankurbelt und auf diese Weise Krebs in nahezu jedem Stadium geheilt werden kann. Die 166 Rezepte erleichtern die Wahl der Lebensmittel und ermöglichen eine abwechslungsreiche Kost, die nicht nur gesund ist, sondern auch schmeckt. Meine vollste Hochachtung für dieses Buch.

-“Kursbuch gesunde Ernährung, Die Küche als Apotheke der Natur” von Ingeborg Münzing-Ruef, Heyne-Verlag, 2007, 608 Seiten

Der Bestseller endlich in aktualisierter Taschenbuchausgabe! Die Ernährungs-Expertin und Medizin-Journalistin Ingeborg Münzing-Ruef zeigt, welche Lebensmittel zur gesunden Nahrung zählen und wie diese vorbeugend und heilend wirken können. Sie klärt auf über Vorgänge des Stoffwechsels und der Verdauung, über Nährstoffdichte, Vitamine, Mineralien und die vielen Wirk- und Heilsubstanzen in der Pflanzennahrung. Ihre Ernährungstipps können Gesunden helfen, ihre Gesundheit zu bewahren, und anfällige Menschen dabei unterstützen, Abwehrkräfte zu entwickeln, vor allem gegen die zwei “großen Killer” unserer Zeit – Herzinfarkt und Krebs. Mit wertvollen Tipps für Einkauf und Lagerung sowie zahlreichen schmackhaften Rezepten.

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