Kolloidales Silber – ein altbewährtes Antibiotikum erlebt eine Renaissance

Noch im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte kolloidales Silber eine große medizinische Bedeutung. Mit der Entdeckung der modernen Antibiotika in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts geriet das kolloidale Silber jedoch zunehmend in Vergessenheit.   Dabei verwendeten unsere Vorfahren silbernes Küchengeschirr oder legten eine Silbermünze in die Milch, damit sie nicht sauer wurde. Sie kannten noch den Einsatz von kolloidalem Silber zur Infektionsbekämpfung und töteten damit Bakterien, Viren, Pilze, also Keime aller Art ab, ehe sie sich unkontrolliert verbreiten konnten. Heute erlebt Silber auch bei uns eine große Renaissance.

In den USA hat die Neuentdeckung des „natürlichen Antibiotikums„, wie das kolloidale Silber auch genannt wird, schon vor Jahren eingesetzt. Immerhin wurden die Einsatzmöglichkeiten von kolloidalem Silber bei mehreren hundert Krankheitserregern (Bakterien, Viren, Pilze) beschrieben, während z. B. ein Antibiotikum nur gegen Bakterien und darüberhinaus auch nur bei bestimmten Bakterienarten seine Wirkung entfaltet. Das Wissen über die Wirksamkeit des kolloidalen Silbers beruht hauptsächlich auf langjährige Erfahrungen, teils aber auch auf experimentelle Befunde. Gerade in jüngster Zeit wird der therapeutische Nutzen des Silbers (als kolloidale Lösung oder Beschichtung) wieder heftig diskutiert und in den Mittelpunkt wissenschaftlicher Arbeiten gerückt. Therapien, die bisher „nur“ aus der Erfahrungsheilkunde bekannt waren, erhalten somit die nötige Aufmerksamkeit und dadurch die Chance einer positiven Beurteilung durch entsprechende Studienergebnisse.

So ist die heilungsfördernde Wirkung von Silber in der Wundbehandlung durch Studien belegt und kann von niemanden mehr in Frage gestellt werden. Entsprechende versilberte Wundauflagen und Silberpflaster werden schon seit längerem auch im Krankenhausbereich verwendet. Darüberhinaus ist Silber auch als Beschichtung auf Kühlschränken, WC-Deckel, in Waschmaschinen und sogar Textilien zu finden. Für die Lebensmittelindustrie ist es als Konservierungsstoff zugelassen, findet aber wegen seines hohen Preises kaum Verwendung. ————————————————————————————————-

Folgender aktueller Artikel vom 30. Juli diesen Jahres beschäftigt sich mit dieser Thematik und setzt Silberpartikeln als Bakterienkiller ein. Dabei werden die jahrhunderte alten Erfahrungen bei der Verwendung von Silber mit den modernen Erkenntnissen der Nanotechnologie verknüpft. Schweizer Forschern ist es gelungen, eine Kunststofffolie zu entwickeln, die mit Nanopartileln aus Silber und Calciumphosphat beschichtet ist.

Beschichtete Folie soll Patienten schützen“ Schweizer Forscher haben eine neuartige Kunststofffolie entwickelt, die für Bakterien tödlich ist. Sie ist mit Nanopartikeln aus Silber und Calciumphosphat beschichtet. In Krankenhäusern und in der Lebensmittelindustrie könnte sie zukünftig zur Eliminierung von Keimen genutzt werden. Seit rund 3.000 Jahren ist bekannt, dass Silber antiseptisch ist und desinfizierend wirkt. Wohlhabende Haushalte benutzten deshalb Silbergeschirr, ärmere Leute legten Silbermünzen in die Milchkanne. Silber wurde medizinisch genutzt, bevor es von Antibiotika abgelöst wurde. Seit Beginn des Zeitalters der Nanotechnologie erlebt das Edelmetall in der Medizin eine Art Renaissance. Medizinische Geräte, Prothesen, Krankenhausmobiliar oder gar Krankenhauswäsche werden damit ausgekleidet, ummantelt oder angereichert.

Kombination aus Silber und Calciumphosphat: Bis anhin war es jedoch nicht möglich, das Edelmetall gezielt und dosiert einzusetzen. Nun hat die Forschergruppe von Wendelin Stark, Assistenzprofessor am Institut für Chemie und Bioingenieurwissenschaften der ETH Zürich, eine mit Silber und Calciumphosphat beschichtete Kunststofffolie entwickelt, die diese Bedingungen erfüllt und zudem selbstdesinfizierend wirkt. Die Kombination der beiden Stoffe wirkt beispielsweise auf das Bakterium Escherichia coli, das oft für Darminfektionen verantwortlich ist, bis zu 1000 Mal tödlicher als herkömmliche Silberpräparate. Konkret bedeutet dies, dass innert 24 Stunden von bis zu 1’000’000 Bakterien weniger als ein Bakterium überlebte. Als Nahrung getarnt: Die Bakterien nutzen Calcium für ihren Stoffwechsel. Die 20 bis 50 Nanometer grossen Calciumphosphat-Partikel werden von den Mikroorganismen als Nahrung aufgenommen. Dabei werden tausende, 1-2 Nanometer kleine Silberpartikel, die von den Forschern auf die Calciumnahrung aufgetragen wurden, freigegeben. Diese kleinsten Silberpartikel töten die Bakterien und verhindern die Vermehrung der Keime. Anwendung als Folie: Die Polymerfolie der Gruppe von Wendelin Stark sondert Silber nur gezielt und in der richtigen Dosis ab, wenn überhaupt wachsende Bakterien in der Nähe sind. Das an Calciumphosphat anhaftende Silber wird nur entsprechend der Menge freigesetzt, die das Bakterium an Calciumphosphat konsumiert. Das spart Kosten, ist effizient und weniger belastend für die Umwelt. „Wir haben eine Methode entwickelt, die leicht anzuwenden ist und in naher Zukunft in Spitälern Patienten einen hohen Nutzen bringen kann“, so Stark. Um den Effekt am besten zu nutzen, wird eine Folie mit den Nanopartikeln aus Silber und Calciumphosphat beschichtet. Die Luzerner Firma Perlen Converting AG, die bereits an der Entwicklung beteiligt war, wird nun grössere Mengen solcher Folien herstellen. Sie soll in Spitälern an den neuralgischen Punkten der Keimübertragung eingesetzt werden. Türklinken, Betten oder Sanitäranlagen, die mit der selbstdesinfizierenden Folie beklebt werden, könnten Patienten vor den gefürchteten und oft gefährlichen Krankenhauskeimen schützen. (ETH Zürich, 30.07.2008) Wenn Sie mehr über die Wirkungen, Anwendungen und Erfahrungen von kolloidalem Silber wissen möchten, lesen Sie folgende Bücher:

Quellen/Literatur:

– http://www.g-o.de/wissen-aktuell-8594-2008-07-30.html

– „Immun mit kolloidalem Silber“ von Josef Pies, VAK-Verlag, 2006, 109 Seiten

Kurzbeschreibung:

Die Neuauflage enthält einen Sonderteil mit Fragen und Antworten, die Silberkolloid-Anwender erfahrungsgemäß häufig stellen. Für alle, die sich für Alternativen zur herkömmlichen Medizin interessieren, für Anwender des kolloidalen Silbers, für Heilpraktiker und Ärzte für Allgemeinmedizin. Bis zum Beginn unseres Jahrhunderts hatte kolloidales (= besonders fein verteiltes) Silber eine große medizinische Bedeutung, die seitdem immer stärker in Vergessenheit geriet. Heute wird die Wirkung von kolloidalem Silber wiederentdeckt. Der Titel gilt bei vielen Lesern als die ‚ Bibel‘ zum Thema. Immer mehr Menschen machen sich die Fähigkeit des kolloidalen Silbers zunutze, Kleinstorganismen wie Bakterien, Viren oder Pilzsporen zu zerstören. Für die Neuausgabe hat der Autor seine Erläuterungen über die Wirkung und Anwendungsweise des Silberkolloids überarbeitet und ergänzt.

– „Kolloidales Silber, Das große Gesundheitsbuch für Mensch, Tier und Pflanze“ von Josef Pies und Uwe Reinelt

Kurzbeschreibung:

Dieser hochaktuelle Gesundheitsratgeber gibt einen umfassenden Überblick über die Herstellung und Anwendung von kolloidalem Silber. Anschließend werden mehr als 100 Krankheitsbilder und Angaben zu Dosierung und Behandlung ausführlich dargestellt. Das Besondere: Erstmals enthalten sind Informationen zum Einsatz bei Tieren und Pflanzen sowie in der Haushaltshygiene.Das erweiterte Anwendungsspektrum von kolloidalem Silber wird in diesem praktischen Nachschlagewerk erstmals beschrieben. Die derzeit umfangreichste Darstellung zu diesem Thema! Heute wird die Wirkung von kolloidalem Silber wiederentdeckt. Der Titel gilt bei vielen Lesern als die ‚ Bibel‘ zum Thema. Immer mehr Menschen machen sich die Fähigkeit des kolloidalen Silbers zunutze, Kleinstorganismen wie Bakterien, Viren oder Pilzsporen zu zerstören.

Bezugsquellen:

Kolloidales Silber von ca. 20 ppm erhalten Sie z.B. bei Topfruits.

Dr. Heike Jürgens

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