Hoher Fleischkonsum schädigt das Klima

Der zunehmende Fleischkonsum der Bevölkerung unserer Erde treibt die Klimakatastrophe unseres Planenten weiter voran, ohne dass die Menschheit auch nur annähernd darüber Bescheid weiß.

 Die Eßgewohnheiten der westlichen Zivilisation sind aufgrund des hohen Anteils an industriell verarbeiteten Lebensmitteln und des hohen Fleischkonsums gegenüber der östlichen Welt nicht nur ungesund, sondern schädigen noch zusätzlich die Umwelt.

Der bekannte Buchautor und Moderator Franz Alt beschäftigt sich schon seit Jahrzehnten mit den Problemen unserer Zeit und schreibt Bücher, die sich u. a. mit dem Weltfrieden aber auch mit dem Klimaschutz auseinandersetzen. Einige seiner Bücher sind:

– „Der ökologische Jesus: Vertrauen in die Schöpfung„, Goldmann-Verlag 2003, 349 Seiten

– „Sonnige Aussichten: Wie Klimaschutz zum Gewinn für alle wird„, gebundene Ausgabe,Gütersloher Verlagshaus 2008, 239 Seiten und

– „Die Sonne schickt uns keine Rechnung: Neue Energie-neue Arbeitsplätze„, Taschenbuch, Piper-Verlag 2004, 206 Seiten

Franz Alt studierte Politikwissenschaft, Geschichte, Philosophie und Theologie. 1967 wurde er mit einer Dissertation über Konrad Adenauer promoviert. Von 1968 bis 2003 arbeitete er überwiegend beim Südwestfunk (SWF) (heute: SWR), für den er 20 Jahre lang das Politmagazin Report moderierte. Die Veröffentlichung des Buchs:

– “ Frieden ist möglich, die Politik der Bergpredigt„, Piper-Verlag 1990, 124 Seiten

in dem Franz Alt Zweifel an der Politik der Nachrüstung anmeldete, führten zu jahrelangen juristischen Auseinandersetzungen zwischen Alt und seinem Sender. Von 1992 bis 2003 leitete Franz Alt die Zukunftsredaktion im SWR und moderierte außerdem in 3sat die Magazine Querdenker und Grenzenlos. Seine Bücher wurden in 12 Sprachen übersetzt und erreichten eine Auflage von über zwei Millionen. Bei wikipedia können Sie sich weitergehend über Franz Alt informieren. Auf seiner Homepage: „Sonnenseite“ gibt Franz Alt einen Überblick über die Alternativen der Energieerzeugung – erneuerbare Energien, solares Bauen, solares Wirtschaften – sowie über die Themen Klimawandel, Klimapolitik, Treibhauseffekt, ökologische Verkehrswende, ökologische Wasserwirtschaft, Ökolandbau, ökologische Steuerreform, Frieden und Menschenrechte.

Am 16.08.08 ist im umweltjournal.de ein Artikel von ihm erschienen, der den Zusammenhang zwischen Fleischkonsum und Klimakatastrophe ganz klar wiedergibt. In diesem Artikel wird dem Verbraucher bewußt gemacht, dass es nicht nur das Gas Kohlenstoffdioxid gibt, was zu Umweltproblemen führt, sondern auch die Gase Methan und Lachgas, die bei der Viehhaltung auftreten und noch viel stärker den Treibhauseffekt verstärken, als Kohlenstoffdioxid.

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Rinderwahn und Klimaschutz

Als Präsident Clinton vor 10 Jahren seinen Mitbürgern erklärte, wenn die US-Amerikaner nur 10 % weniger Fleisch essen, müssten 60 Millionen Menschen weniger hungern, wollte noch niemand diesen Zusammenhang verstehen. Doch inzwischen steigt weltweit der Fleischkonsum – vor allem in China und anderen Schwellenländern – so stark, dass das Essen von Tieren global die Nahrungsmittelpreise hochschnellen ließ und die Auswirkungen des Klimawandels dramatisch verstärkt hat.

Dieser Kontext wird auch von Klimaforschern und Umweltschützern meist verschwiegen. Man will den Leuten die peinliche Wahrheit einfach nicht zumuten. Einer der wenigen Politiker, die den Mut hatten, den neuen Rinderwahn beim Namen zu nennen, ist der bayerische Landwirtschaftsminister Miller: „Wer sich fleischlos oder mit weniger Fleisch ernährt, schützt das Klima.“

Die Fleischindustrie braucht inzwischen 40 % der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche unserer Erde und außerdem riesige Mengen fossiler Brennstoffe, um den wachsenden Fleischhunger der Menschheit zu stillen. Gleichzeitig aber leiden 850 Millionen Menschen an Hunger. Der US- Umweltaktivist Jeremy Rifkin hat schon vor Jahren vor dem „Imperium der Rinder“ gewarnt und meint, dass unsere Zivilisation nicht überleben kann, wenn wir unseren Fleischkonsum nicht drastisch reduzieren. Wenn Menschen sich von Pflanzen statt von Fleisch ernähren, können fünfmal soviel gut satt werden. Aber bei gleichbleibender Tendenz wird sich der Fleischkonsum bis 2030 nochmal verdoppeln. Zurzeit wird schon über ein Drittel der Getreideernte an Tiere verfüttert und niemand spricht darüber. Aber nur 3 % der Ernte wird für Biosprit gebraucht, worüber sich alle Welt aufregt. Tatsache ist, dass die Fleischerzeugung inzwischen die zweitwichtigste Ursache für den Klimawandel ist, mehr als die Automobilität. 65 % aller Lachgasemissionen stammen aus der Viehzucht, hauptsächlich aus Stallmist. Und Lachgas hat einen 300mal stärkeren Treibhauseffekt als Kohlendioxid. Rinder erzeugen 37 % des Treibhausgases Methan, welches 32mal so klimaschädlich ist als Kohlendioxid. Zu Recht beklagen wir, dass unsere Heizungen und Autos zu viel fossile Energie verbrauchen, aber die Treibhausgasemissionen durch Fleischverzehr werden verdrängt. Dabei ist schon lange bekannt, dass mit dem Anbau von Getreide auf einem Acker fünfmal soviel Eiweiß produziert wird als mit Viehzucht, mit Hülsenfrüchten zehnmal soviel und durch Blattgemüse sogar 15mal soviel. Soviel Fleisch wie wir heute essen ist sogar ungesund. Die Zeit drängt: Politiker und Journalisten müssen ihre Wähler und Leser endlich darüber aufklären, dass wir nicht nur unser Energieverhalten, sondern auch unsere Essgewohnheiten ändern müssen, wenn unsere Kinder und Enkel eine gute Zukunft haben sollen.

Autor: Franz Alt

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Literatur/Quellen:

– http://www.umweltjournal.de

– www.sonnenseite.com

– http://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Alt_(Journalist)

Dr. Heike Jürgens

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