Die Exoten – Sonnenenergie pur

Trockenfrüchte enthalten in konzentrierter Form Energie durch die enthaltenenen Frucht- und Traubenzucker, Fruchtsäuren, natürliche Fruchtaromen, Antioxidantien, Mineralstoffe und Spurenelemente (z. B. Kalium, Eisen, Magnesium) und gehören deshalb zu einer vitalstoffreichen ausgewogenen Ernährung neben dem Verzehr von frischem Obst und Gemüse, Nüssen, Sojaprodukten, hochwertigen Getreiden und Pflanzenölen dazu.

Eine besondere Rolle spielen dabei die Exoten unter den Trockenfrüchten, weil sie neben den hochwertigen Nähr- und Vitalstoffen geballte Sonnenenergie während des Reifens und Trocknens gespeichert haben.  Fast alle reifen Exoten, die roten, orangefarbenen, gelben stehen ganz oben auf der Hitliste der US-Krebsinformationsbroschüren, weil ihr hoher Carotingehalt, ihr reiches Vitamin C, die Flavone und Ballaststoffe (zumal die Pektine) und die ätherischen Öle, die Bitter- und Gerbstoffe alle Verdauungssäfte stimulieren, unser „Innenleben“ von schädlichen Stoffen säubern und auch Keime vernichten.

Diese Früchte feuern jedoch nicht nur den Stoffwechsel an, sondern auch Nerven, Gehirn und Geist und wirken nachweislich antidepressiv. Zudem sind exotische Trockenfrüchte wie Papaya, Mango oder Ananas ausgesprochen enzymreich, regen also die Verdauung an, weisen einen hohen Gehalt an Bioflavonen, Mineralstoffen (Kalium und Kalzium) und Vitaminen auf (Provitamin A und Vitamin C bei Papaya und Mango).

Zu den Exoten gehören:

Ananas, Bananen, Datteln, Feigen, Kaki-Frucht, Karambole, Kiwi, Lychee, Mango, Papaya, Avokado und Zitrusfrüchte.

Papayas enthalten antibakterielle und antivirale Stoffe und wirken dadurch gegen Darmparasiten und Schleimhautentzündungen des Verdauungstraktes. In Indien werden Papayas gegen diese Beschwerden medizinisch eingesetzt. Sie enthalten Senföle und ein wichtiges Enzym: das „Papain„, das heute auch zu Medikamenten verarbeitet wird. Bei Bandscheibenschäden wird es gespritzt, was oft Operationen ersetzen kann. US-Ärzte empfehlen es auf schmerzhafte Insektenstiche zu streichen. In den Tropen gilt Papaya auch als Geheimtipp gegen den Alkoholkater. ————————————————————————————————-

Küchentipp:

In der Küche ist Papain u. a. ein Fleischzartmacher.

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Mangos (Mangifera indica) enthalten überdurchschnittlich viel Provitamin A, Beta-Carotinoide und Lycopin, was deutlich an der satten orangen Farbe zu erkennen ist. Diese Inhaltstoffe liegen konzentrationensmäßig weit über den Werten, die bei Karotten zu finden sind. Darüberhinaus enthalten Mangos auch noch B-Vitamine und zellschützende Flavone sowie Eisen, das zur Bildung von Hämoglobin im Blut benötigt wird. Auch Nieren- und Dickdarmentzündungen werden gelindert.

Es ist schade, dass diese mineral- und vitaminreichen Früchte mit viel Aroma bei uns fast nie reif und nur in niedriger Qualität zu bekommen sind. Da sind hochwertige naturbelassene getrocknete Mangos eine echte Alternative! Das gleiche gilt für Papayas, Ananas, Feigen, Datteln usw., also allen exotischen Früchte, die bei uns frisch, reif und unbehandelt nur schwer im Handel zu bekommen sind. ——————————————————————————————————-

Die Ananas (Ananas comosus) enthält das Enzym Bromelin, das das Eiweiß in unserer Nahrung aufspalten und somit den Magensaft ersetzen kann. Bedingung dafür ist, das die Ananas reif geerntet wurde, was leider meistens nicht der Fall ist. Bei unreifen Früchten sind wertvolle Inhaltsstoffe, wie die Fruchtsäuren, Vitamine und Enzyme noch nicht voll entwickelt und werden auch beim „Nachreifen“ während des Transportes nicht nachträglich gebildet. Die Ananas besitzt einen hohen Gehalt an Wasser, welches naturgemäß pflanzlich gebunden in den Zellen vorhanden ist und für den Menschen eine hochwertige Quelle darstellt, um seinen täglichen Flüssigkeitsbedarf von 2 – 3 Litern zu decken. Sie enthält eine große Vielfalt an Mineralien, wie z. B. Kalium, Phosphor, Magnesium, Eisen, Kupfer, Zink, Mangan und Jod und ist im Idealfall reich an Fruchtsäuren, Enzymen und Vitaminen.

Die Ananas besetzt aufgrund ihres Reichtums an Vitalstoffen eine überaus große Heilwirkung.

Gesundheitstipps:

Die Ananas hilft aufgrund ihrer „Sekundären Pflanzenstoffe“ gegen Entzündungen und Thrombosen, ist antibakteriell und antiviral, wird auch aufgrund der zahlreichen und hochkonzentrierten Mineralien gegen Osteoporose empfohlen. Auch bei chronischer Verstopfung hilft der hohe Faseranteil der Ananas. In der Volksmedizin ist Ananassaft als schweißtreibend, fiebersenkend und harntreibend bekannt. Bei Krebskranken, die kaum Appetit haben, kann Ananassaft zum Stimulans und Heilmittel werden.

Küchentipps:

Verwenden Sie keine Ananas aus der Konserve! Hitze und Konservierung zerstören die eiweißspaltenden Enzyme in der Ananas. Ein weiterer negativer Faktor ist der allgemein inE Konserven zur Konservierung eingesetzte hohe Zuckergehalt. Eine reife Ananas erkennen Sie an der rötlichen Farbe. Beim Drücken auf die äußere Schale gibt sie leicht nach. Die grünen Blätter aus dem Blattschopf lassen sich leicht rausziehen. Versuchen Sie doch mal getrocknete Ananas. Sie sind ein guter Durststiller und werden auch von Kindern gerne zwischendurch genascht. Die wertvollen Inhaltstoffe bleiben bei schonender Trocknung unter 40 Grad Celcius (bitte auf entsprechende Prüfsiegel, siehe weiter unten in diesem Artikel, achten) weitgehend erhalten. Fleisch wird zarter, wenn es mit Ananas belegt wird und auch im Sauerkraut schmecken Ananasscheiben, auch die getrockneten, herrlich. Dagegen ist der allgemein bekannte: „Toast Hawai“ nicht zu empfehlen, weil dort durch das starke Erhitzen von nitrathaltiger Wurst oder gepökeltem Schinken nitrose Amine entstehen, die krebserregend sind. Die Ananas selber hat dabei keine gesundheitlich negativen Auswirkungen. Statt Ananas könnten auch Paprika oder Tomaten verwendet werden. Das schädliche befindet sich ausschließlich in der mit Nitraten behandelten Wurst!

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Auch Kiwis, Kakis und, bei Kindern besonders beliebt, die Bananen (Musa paradisiaca, im ganzen getrocknet oder als Chips) kommen vermehrt in getrockneter Form auf den Markt. Dabei ist zu beachten, dass die Bananen schonend getrocknet und nicht hoch erhitzt, mit Zucker oder Sirup versetzt worden sind.

Echte naturbelassene Bananenchips“ aus kbA sowie eine Viehlzahl weitere hochwertige Trockenfrüchte gibt es vor allem im Naturkosthandel, in Reformhäusern und bei Spezialversendern. Bananenchips enthalten viel Calcium und sind der ideale Knabberspaß, wenn man eine gesunde Alternative zu industriell hergestellten Knabbereien sucht.

Bananen sind sowohl für Kranke als auch für Gesunde unentbehrliche Helfer bei größeren und kleineren gesundheitlichen Beschwerden.

Gesundheitstipps:

Mit einer Bananenkur, die besagt, dass täglich 5 kleine bzw. 3 große Bananen mit etwas Milch gegessen werden sollen, können chronische Magen- und Darmerkrankungen auskuriert werden, sowie aufgeschwemmtes Gewebe entwässert werden, das beim Abnehmen hilft.

Bananen sind kohlenhydratreich (23 % komplexe Kohlenhydrate) und geben Sportlern wie auch geistig tätigen Menschen die nötige direkt verfügbare Energie, was bei einem Leistungstief besonders wichtig ist. Dabei ist zu beachten, dass nur im vollreifen Zustand (dunkelgelbe Schale mit braunen Flecken) die Kohlenhydrate fast ausschließlich als Frucht- und Traubenzucker vorliegen, und dem Körper direkt als Energiequelle zur Verfügung stehen. Bananen enthalten alle essentiellen Aminosäuren, die der Körper benötigt, aber nicht selber herstellen kann. Sie stellen wahre „Vitalstoffbomben“ dar, mit 10 verschiedenen Vitaminen und 18 Mineralien, wie z. B. Kalium (Herzschutz), Magnesium, Calcium, Phosphor, Mangan, Selen, Zink und Jod. Von den Vitaminen ist besonders die Pantothensäure als Gehirnnahrung sowie zur Haut- und Haarpflege wichtig, sowie die Folsäure, die blutbildend wirkt. Das in den Bananen als „Glücksbringer“ enthaltende Hormon Serotonin wirkt gegen Streß und Unkonzentriertheit und bewirkt eine gute Laune. Weitere Heilwirkungen sind:

Gesundheitstipps:

Bedingt durch den Basenüberschuß (18 Mineralien!) kann eine übersäuerte Stoffwechsellage sowie dadurch bedingte Erkrankungen, wie z. B. chronische Magenschleimhautentzündungen oder sogar Magengeschwüre nach indischem Vorbild / / geheilt werden. Durch die hohen Konzentrationen an Calcium und Magnesium sind Bananen die idealen Herz- und Gefäßschützer. Sie können dabei helfen, einen normalen Cholesterin-Spiegel zu bekommen bzw. zu erhalten. Nach indischen Ayurveda-Ärzten sollten sie bei Arteriosklerose oder nach einem Infarkt deshalb täglich gegessen werden. Auch Gichtkranken sind sie zu empfehlen, weil sie purinfrei sind. Über den gesundheitlichen Nutzen von Bananen gibt es noch viel mehr Wissenswertes zu berichten, was hier nicht alles aufgezählt werden kann. Bitte in der entsprechenden Fachliteratur nachlesen.

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Fazit:

Trockenfrüchte gehören zu den Früchten, die voll ausgereift sind und damit die maximale Sonnenenergie in den wärmeren Regionen unserer Erde getankt haben. Sie werden nicht halbreif geerntet, wie es bei vielen Supermarkterzeugnissen der Fall ist. Nicht nur das Aroma ist durch die volle Fruchtreife maximal, sondern auch der Gehalt an Vitalstoffen, wie z. B. Fruchtsäuren und anderen „Sekundären Pflanzenstoffen„. Ein weiteres Auftanken der Früchte mit Biophotonen findet dann noch ein zweites Mal bei der Trocknung im hellen Tageslicht an der frischen Luft im Freien statt. Trockenfrücke sind somit „energetisch aufgeladen“ und führen uns viel Energie zu, während mit Zusatzstoffen behandelte Lebensmittel uns energetisch schaden. Ein weiterer Pluspunkt der Trockenfrüchte ist ihr besonderer Reichtum an Enzymen, was sie zu besonders vitalen Lebensmitteln macht. Der hohe Mineralstoffgehalt, verbunden mit einem breiten Spektrum an Mineralstoffen und Spurenelementen macht sie zu dem ersten Mittel der Wahl bei Übersäuerungsproblemen des Stoffwechsels.

Der Griff zu Mineralstoffpräparaten sollte erst an zweiter Stelle erfolgen, wenn mit Trockenfrüchten alleine eine oft jahrzehntelange Übersäuerung nicht mehr behoben werden kann.

Ein Hinweis noch am Rande:

Bei Trockenfrüchten aber auch bei Früchten allgemein darf nicht durch das Vorhandensein von Fruchtsäuren auf säurebildende Eigenschaften geschlossen werden. Die Fruchtsäuren wirken innerhalb des Stoffwechsels basisch bis stark basisch, was der Säurebildung entgegenwirkt!

Dr. Heike Jürgens

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Literatur:

-Ingeborg Münzing-Ruef, „Kursbuch gesunde Ernährung, Die Küche als Apotheke der Natur„, Heyne Verlag München 2000

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