Cranberries, Berberitze und Co. – Vitamin C – haltige Früchte, die weniger bekannt sind

Natürliche Quellen mit einem hohen Gehalt an Vitamin C sind Früchte, wie Acerola, Hagebutten, Sanddorn und Granatäpfel.

 Relativ neu auf dem europäischen Markt sind die aus Nordamerika stammende Cranberries, die auch als „Rote Powerbeeren“ bekannt sind. Sie sind mit unseren Preiselbeeren verwandt und besitzen neben reichlich Vitamin C einen hohen Gehalt an Antioxidantien und „Sekundären Pflanzenstoffe“.

Cranberries (Cranberry), getrocknet, bio kbA, gesüsst mit Apfelsaftkonzentrat

Cranberries, getrocknet

Die Berberitze (Berberis vulgaris) wird auch als Sauerdorn bezeichnet. Obwohl sie bei uns heimisch ist und früher zu Grossmutters Zeiten in der Küche verwendet wurde, gehört sie heutzutage zu den Unbekannten unter den Trockenfrüchten. Die Früchte stammen aus Ländern, wie z. B. Iran und aus Wildsammlungen. Essen sollte man die Berberitze nur getrocknet. Neben Vitamin C enthalten die Früchte verschiedene Zucker- und Ballaststoffe, zahlreiche Fettsäuren, Zitronensäure, Apfelsäure und weitere gesunde Säuren sowie „Sekundäre Pflanzenstoffe“, Flavone, Steroide und Anthocyane, Mineralstoffe, Spurenelemente und Enzyme. Sie werden inzwischen vermehrt über Spezialversendern oder vereinzelt in gut sortierten Reformhäusern oder Naturkostläden angeboten.

Berberitzen, getrocknet, natur, säuerlich (Berberis vulgaris)

Berberitzen, getrocknet

Eine weitere Besonderheit sind die aus den Amazonas stammenden Camu Camu-Beeren, die mehr Vitamin C enthalten als Acerola-Kirschen . Sie gehören zu den Vitamin C-reichsten Früchten der Erde und enthalten 20 – 50 % natürliches Vitamin C! Sie stammen aus den Regenwäldern des Amazonas und werden dort von den Einheimischen gesammelt. Während Cranberries inzwischen im allgemeinen Lebensmittelhandel erhältlich sind, werden Berberitzen und Camu Camu-Beeren bzw. Produkte von diesen Beeren nur von Spezialversendern, wie z. B. Topfruits und/oder vereinzelt in Reformhäusern und Naturkostläden angeboten.

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Ein Blick in die Geschichte – Rettung vor der Krankheit Skorbut

Bekannt ist die große Skorbutgefahr, die die Seeleute vergangener Jahrhunderte ausgesetzt waren. Monatelang ernährten sich die Seeleute ausschliesslich von Schiffszwiebak und Gepökeltem, da sie an frisches Obst und Gemüse nicht heran kamen. Wer aber länger als zwei Monate keine Vitamin C – haltigen Lebensmittel zu sich nahm, musste durch die Krankheit Skorbut sterben oder wurde zumindest grausam verkrüppelt.

Die Symptome dieser Krankheit beginnen unspezifisch mit einer starken Müdigkeit, körperliche Schwäche, Zahnfleischentzündungen, gefolgt von Zahnausfall. Im weiteren Krankheitsverlauf kommen dann noch Knochenveränderungen, erhöhte Infektabwehr, Hautblutungen, Gewebezerstörungen und Muskelschwund hinzu. Zuletzt tritt Herzschwäche auf, die dann zum Tode führt.

Mittlerweile ist bekannt, dass die Vitamin-C-Reserven ca. sechs Wochen ausreichen.

Skorbut wurde lange Zeit als unheilbar angesehen, da die Ursache unbekannt war. Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde Zitronensaft regelmäßig britischen Matrosen auf ihren Schiffsfahrten mitgegeben. Und erst im 20. Jahrhundert wurde der Bestandteil im Zitronensaft isoliert, der für die Verhinderung von Skorbut verantwortlich war. Die Entdeckungsgeschichte des Antiskorbutfaktors, des Vitamin C´s, begann. Aus dem Namen der Krankheit Skorbut und die Wirkung zur Verhinderung dieser Krankheit, die antiskorbutische Wirkung, ist dann der Name für diesen Bestandteil des Zitronensaftes entstanden: Ascorbinsäure! Erst später entstand der heute allgemein übliche und auch bekanntere Name für Ascorbinsäure: Vitamin C.

Dr. Heike Jürgens

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Weiterführende Literatur:

– http://www.topfruechte.de/2009/06/27/kunstliche-vitaminpraparate-mit-isoliertem-vitamin-c-und-e-erhohen- sie-das-diabetesrisiko/#more-141

– http://www.topfruechte.de/2010/01/25/acerola-reich-an-vitamin-c-und-anderen-vitalstoffen/

– http://www.topfruechte.de/2008/11/26/sanddorn-vitamine-fur-mensch-und-tier/

– http://www.topfruechte.de/2008/08/15/vitamin-c-in-hohen-dosen-bremst-wachstum-von-tumorzellen/

– http://www.topfruechte.de/2008/08/06/cranberries-verhindern-anhaften-von-bakterien-an-zellwanden/

„Cranberry Powerfrucht. Das große Handbuch zu der neuen Heilbeere“ von Marianne Meyer, 156 Seiten

Zusammenfassung:

Cranberries sind die neuen „Powerbeeren“ und gleichermaßen wirkungsvolles Antioxidantium wie „Verjüngungs-Elixier“. Wie die roten Früchte als natürliche Helfer im Gesundheitsbereich unentbehrlich werden, zeigt die Expertin für Naturheilmittel mitreißend anhand leicht umzusetzender Praxistipps. Dass die Powerfrucht ebenso vielseitig wie schmackhaft ist, beweist die Auswahl an Rezeptvorschlägen, in der Gesundheitsbewusste ebenso auf ihre Kosten kommen wie lifestylebetonte Szenegänger.

Über den Autor Marianne E. Meyer hat bereits viele Lebensstationen mit dem Focus Gesundheit und Heilen durchlaufen. Sie ist Jahrgang 1949, einstmals Arzthelferin, später Studium mit Schwerpunkt Gerontologie, Ausbildung in Supervision. 1995 Promotion am College of Nutrition (USA) mit Schwerpunkt Immunabwehr und Spirulina.

– http://www.topfruechte.de/2007/11/19/reichliche-vitamin-c-aufnahme-schutzt-vor-paradontitis/

– http://www.topfruechte.de/2007/11/09/vitamin-c-das-multitalent-das-bei-einer-vielzahl-von-krankheiten-hilft/

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