Ausreichender Schlaf schützt vor Übergewicht und Diabetes

Wer schläft, sündigt nicht – und kann auch nicht essen. Doch dass Schlaf tatsächlich einen Einfluss auf das Körpergewicht hat, ist allein mit dieser Binsenweisheit wohl kaum hinreichend zu erklären.

  Eine aktuelle US-amerikanische Studie hat 17 Untersuchungen zum Thema „Kinderschlaf und Übergewicht“ analysiert und kam allerdings ebenfalls zu dem Schluss, dass ausreichender und tiefer Schlaf bei Kindern offenbar das Risiko für Fettleibigkeit vermindert.

Schon eine zusätzliche Stunde Schlaf reduziert das Risiko von Übergewicht – statistisch gesehen – um neun Prozent. Kinder mit extrem wenig Schlaf hatten gegenüber länger schlafenden ein um 92 Prozent höheres Risiko, dick zu werden. Richtiges Schlafverhalten könnte daher ein simpler Weg zur Vermeidung von Übergewicht bei Kindern sein. Allerdings wurde ein deutlicher Zusammenhang zwischen verringertem Schlaf und Übergewicht nur bei Jungen und nicht bei Mädchen festgestellt.

Die Wissenschaftler glauben, dass diese Erkenntnisse besonders für jene Gesellschaften von besonderer Bedeutung seien, in denen Kinder wegen des Leistungsdrucks oft nicht genügend Schlaf bekommen wie zum Beispiel in ostasiatischen Ländern, wo es relativ viele übergewichtige Kinder gibt.

Die Empfehlungen zu einer sinnvollen Schlafdauer für Kinder variieren leicht. Optimale Richtwerte seien aber, dass Kinder

– unter fünf Jahren mindestens elf Stunden pro Nacht, – Kinder zwischen fünf und zehn Jahren etwa zehn Stunden und – Kinder über zehn Jahren wenigstens neun Stunden pro Nacht

schlafen sollten.

Es ist keine ganz neue Erkenntnis, dass Schlafmangel zur Gewichtszunahme führt. Mehrere frühere Studien mit Kindern wiesen bereits darauf hin, und dies wurde auch schon bei Erwachsenen nachgewiesen.

Auch das Diabetesrisiko wird durch Schlafmangel erhöht.

Der Grund für den Zusammenhang zwischen Schlafdauer und Übergewicht liegt vermutlich in der nächtlichen Hormonproduktion. Zum einen produziert der Körper offenbar bei Schlafmangel weniger appetithemmendes Leptin, und zum anderen entsteht gleichzeitig mehr von dem Heißhunger auslösenden Hormon Ghrelin.

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Quellen/interessante Links:

– Xiaoli Chen, May A. Beydoun and Youfa Wang: Is Sleep Duration Associated With Childhood Obesity? A Systematic Review and Metaanalysis. In: Obesity, Nr. 16, S. 265-274, Februar 2008

– www.medizinauskunft.de

– www.kindaktuell.at/gesundheit/ausreichend-schlaf-schutzt-kinder

– www.uni-luebeck.de/aktuelles/pressemitteilungen/2001/12_03.php

– www.scinexx.de/wissen-aktuell-7608-2008-01-04.html

– www.diabetes.uni-duesseldorf.de/fachthemen/sonstiges/?

– www.topfruechte.de/2008/05/25/lebensstil-

– http://de.wikipedia.org/wiki/Schlaf

http://de.wikipedia.org/wiki/Schlaf

Dr. Heike Jürgens

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