Allergien – ganz unten auf der Prioritätenliste der medizinischen Grundversorgung

Warum können Nichtallergiker problemlos mit Substanzen umgehen, die bei Allergikern und Asthmatikern zu ernsten gesundheitlichen Problemen führen?   Wissenschaftler, die sich fast ausschließlich mit Asthma beschäftigen, wissen oft nicht, warum die meisten Menschen keine allergischen Reaktionen zeigen, obwohl sie den gleichen Umweltbedingungen ausgesetzt sind, wie Allergiker. Sie beschäftigen sich nicht mit derartigen Fragestellungen, weil sie Medikamente entwickeln sollen, welche die Symptome von Asthma lindern und die Lebensqualität der Asthmatiker verbessern sollen. Sie untersuchen stattdessen, was uns krank macht und wie die Krankheit behandelt werden kann, aber nicht mit der Frage, wie wir gesund bleiben und unsere Leistungsfähigkeit erhöhen können. ——————————————————————————————————–

In den USA sterben jährlich zwei- bis dreitausend Menschen an Asthma, und jedes Jahr werden es mehr. Nach Auskunft der Asthma und Allergy Foundation of America (US-Stiftung für Asthma- und Allergiekranke) leiden

– 17 Millionen Amerikaner an Asthma, – 5,5 Millionen davon sind Kinder unter 18 Jahren.

Das sind doppelt so viele Asthmakranke wie noch 1980. Die Zahl der Allergiker in den USA wird auf 60 Millionen geschätzt, womit sie in der Rangordnung chronisch Kranker an 6. Stelle stehen.

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Hausstaub, Kakerlaken, Schimmel, Pollen, Tierhaare, Auspuffgase und Zigarettenrauch zählen zu den Hauptursachen für allergische Reaktionen. Erkrankte Lungen reagieren anders auf die angreifenden Antigene als gesunde Lungen, weil sie freie Radikale erzeigen, welche die Entzündungen verschlimmern.

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In the Lancet (www.thelancet.de) wird die Zunahme der Häufigkeit von Allergien im folgenden Artikel: „Allergien: Können Apotheker die Lücke schließen?“ unter die Lupe genommen:

Der aktuelle Leitartikel diskutiert die zunehmende Häufigkeit von Allergien und bemerkt, dass darunter leidende Patienten auf Grund fehlender spezialisierter Einrichtungen und Medikamente im Stich gelassen werden. Örtliche betreuende Apotheker könnten dabei helfen, diese Behandlungslücke zu überbrücken.

In den USA haben sich zwischen 2000 und 2005 die Aufwendungen für Arztrechnungen, verschriebene Medikamente und andere medizinische Hilfen zur Erleichterung allergischer Symptome wie tränende Augen, verstopfte Nasen und keuchende Atembeschwerden nahezu verdoppelt. In Großbritannien gibt es für etwa 3,3 Millionen Menschen schriftlich festgehaltene Diagnosen einer allergischen Rhinitis, was ungefähr dem prozentualen Anteil der betroffenen Bevölkerung in den USA entspricht. Obwohl es keine übereinstimmende Meinung zu den Ursachen der zunehmenden Belastungen durch Allergien gibt, wird die so genannte Hygiene-Hypothese stark unterstützt.

Die von David Strachen in den 1980er Jahren erstmals aufgestellte Hypothese deutet an, dass Kinder, die in jungen Jahren schlechteren hygienischen Bedingungen und vermehrten Infektionen ausgesetzt waren, im späteren Leben in geringerem Umfang an allergischen Erkrankungen leiden. In anderen Worten, das blitzsaubere moderne Leben, wie auch die Umweltverschmutzung, könnten eine Ursache sein.

In Großbritannien haben das Royal College of Physicians wie auch das Gesundheitsministerium davor gewarnt, dass es nicht genügend Allergiespezialisten und auch nur sechs Fachkliniken im Land gibt. Allergiebehandlung und entsprechende Maßnahmen stehen bei der finanziell knappen medizinischen Grundversorgung (Primary Care Trust PCT) am unteren Ende der Prioritätenliste. Der Leitartikel stellt fest: „Menschen mit Allergien werden ziemlich im Stich gelassen. Einrichtungen und Mittelvergabe sind unzureichend, und es gibt zu wenige Spezialisten, um Allergien zu erforschen, zu behandeln und Maßnahmen zu ergreifen. Diese enttäuschende Situation könnte mit Hilfe jener Gruppe von Gesundheitsbediensteten geändert werden, die zwar häufig übersehen werden, doch meist der erste Kontakt für allergische Personen sind – die Apotheker vor Ort.“ Der Leitartikel folgert: „Die örtlichen Apotheker sind geschult, einsatzbereit und in der Lage, mehr zur medizinischen Grundversorgung beizutragen und sollten daher die Gelegenheit beim Schopf ergreifen und das tiefe Loch bezüglich Wissen, Behandlung und Maßnahmen bei Allergien ausfüllen.“

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Doch sollten wir uns darauf verlassen, dass die Apotheker die Gelegenheit beim Schopf nehmen und sich zu diesem Thema weiterbilden? Ich denke nein! Die Symptombehandlung in unserer westlichen Schulmedizin ist zu weit fortgeschritten, und es wird noch einige Jahre bzw. Jahrzehnte dauern, bis die wissenschaftlichen Studien, die es zu diesem Thema gibt, von den meisten Apothekern, Ärzten und anderen Fachleuten ernst genommen werden. Deshalb rate ich dazu, sich selbst zu informieren und sich eine eigene Meinung zu bilden. Dr. Heike Jürgens —————————————————————————————-

Quellen/Literatur:

– Allergic rhinitis: common, costly, and neglected. Lancet 2008, Band: 371, Seite 2057

– „Gesunde Zucker – Die süßen Heiler – Glykonährstoffe und ihre erstaunlichen Fähigkeiten, uns gesund und leistungsfähig zu halten.

Wie wir mit Aloe vera, Heilpilzen und anderen Nahrungsergänzungsmitteln einem Mangel an diesen lebenswichtigen Zuckern vorbeugen können“ von Dr. Emil Mondoa und Mindy Kitei, Hans-Nietsch-Verlag, 2004, 310 Seiten

Klappentext:

Erstaunlich aber wahr: Die neuesten Forschungen der Biochemie haben ergeben, dass bestimmte Zuckerformen ungeahnte Heilkräfte besitzen. Diese „Glykonährstoffe“ (glyko: griechisch für süß) sind wichtige Zellbausteine und für die Gesundheit unseres Körpers entscheidend, sie stärken unser Immunsystem, schenken Vitalität und geistige Frische. Allerdings versorgt unsere übliche Nahrung uns nicht ausreichend damit. Der Arzt Emil Mondoa zeigt, wie wir über Aloe vera, Heilpilze und andere Nahrungsergänzungsmittel unseren Bedarf an den Glykonährstoffen decken und sie gezielt zur Vorbeugung und bei vielen Krankheiten einsetzen können. Glykonährstoffe sind dabei, die Medizin zu revolutionieren, weil sie unter anderem

  • den Körper in die Lage versetzen, schneller und gezielter zu reagieren, wenn Krankheitserreger eindringen wollen
  • ein überaktives Immunsystem harmonisieren und damit Allergien und Autoimmunerkrankungen zum Abklingen bringen
  • die Kommunikation der Zellen untereinander steuern
  • Gelenkschäden reparieren
  • dafür sorgen, dass Gifte aus den Zellen abtransportiert werden
  • die Selbstheilungskräfte des Körpers stimulieren
  • den Alterungsprozess verlangsamen

– Allergic rhinitis: common, costly, and neglected. Lancet 2008, Band: 371, Seite 2057

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