Granatäpfel und deren Naturprodukte – Hemmung von chronischen Entzündungen

Der Konsum von Granatäpfeln, sowie deren schonend verarbeiteten Säfte, Elixiere und Extrakte, liegt nicht nur im Trend. Er dient auch der Gesundheit in vielerlei Hinsicht.

 Über 250 wissenschaftliche Studien in den letzten Jahren, die sich mit dem gesundheitlichen Nutzen von den Vitalstoffen des Granatapfels beschäftigten, weisen nach, dass die im Granatapfel enthaltenden Polyphenole gegen Arteriosklerose und Herz- Kreislauferkrankungen, Zellalterung sowie Demenz/Alzheimer, chronische Entzündungsprozesse und Krebs, insbesondere Prostatakrebs, wirksam sind.

Granatapfel (Granatäpfel) frisch, schöne Früchte (reich an Ellagsäure)

Vorversuche zeigten, dass Granatapfelextrakte auf isoliertem Gewebe eine antioxidierende und antiinflammatorische Wirkung hervorrufen. Folgende Studie zeigt nun auf, dass diesselbe Wirkung im lebenden Organismus durch gewöhnliche Nahrungsaufnahme über den Mund (oral) einsetzt.

Studienlage:

Wissenschaftler der Case Western Reserve University in Cleveland konnten in ihrer Studie zeigen, dass Granatäpfel, Granatapfelsaft und seine Extrakte bei chronischen Entzündungen helfen können. Sie untersuchten die antiinflammatorische Wirkung des Getränks auf Kaninchen, indem sie den Tieren oral Granatapfelextrakte verabreichten. Die Mengen an Extrakt entsprachen dabei dem Äquivalent von 175 ml Granatapfelsaft. Ihre Ergebnisse sind im „Journal of Inflammation, (2008; 5: 9) veröffentlicht.

Zur Messung der Wirkung des Extraktes auf einige Parameter des Blutes wurden direkt vor der Gabe bzw. zwei Stunden nach der Gabe von den Wissenschaftlern Blutproben entnommen. Sie stellten fest, dass die nach Zufuhr des Extrakts entnommenen Proben unter anderem signifikant niedrigere Spiegel an Prostaglandin E2, Stickstoffmonoxid und Cyclooxygenase 2 aufwiesen.

Die Studie zeigt somit nach Ansicht der Wissenschaftler auf Laborebene eindeutige Vorteile des Granatapfelkonsums auf.

„Die aktuelle Behandlung mit antiinflammatorischen Medikamenten kann bei Langzeitanwendung erhebliche Nebenwirkungen verursachen. Patienten mit chronisch entzündlichen Erkrankungen könnten sicherlich von einer Erweiterung der Behandlung um den täglichen Konsum von Granatapfelextrakt profitieren“, erklärt Studienleiter Tariq Haqqi: „Es muss auf diesem Feld weitergeforscht werden. Vor allem gilt es, die Absorption der oral zugeführten Substanzen im Blut genauer zu untersuchen.“

Dr. Heike Jürgens

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Quellen/weitergehende Literatur:

Meenakshi Shukla, Kalpana Gupta, Zafar Rasheed, Khursheed A Khan, Tariq M Haqqi: „Biovailable constituents/metabolites of pomegranate (Punica granatum L) preferentially inhibit COX2 activity ex vivo and IL-1beta-induced PGE2 production in human chondrocytes in vitro“, Journal of Inflammation 2008, Heft 5, S. 9

http://de.wikipedia.org/wiki/Prostaglandin_E2

– http://de.wikipedia.org/wiki/Cyclooxygenase-2

– http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=32848

– http://www.topfruechte.de/2009/10/07/granatapfel-kuchen/

– http://www.topfruechte.de/2007/10/05/inhaltsstoffe-des-granatapfel-bremsen-prostata-und-brustkrebs/

– „Granatapfel – Frucht der Götter – Heilwirkung, Anwendungen, Tipps und Rezepte“ Ratgeber von Dr. Stefanie Grabhorn

Granatapfel – Frucht der Götter - Ratgeber - Dr. Stefanie Grabhorn

Der Granatapfel sowie Granatapfelprodukte verfügen über eine große Menge an lebenswichtigen Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen, Fettsäuren und sekundären Pflanzenstoffen.Am meisten beeindruckt der enorme Gehalt an hochwirksamen bioaktiven Substanzen, die dem Granatapfel seine einzigartige antioxidantive Kraft verleihen.

Granatapfel – Frucht der Götter ist ein Ratgeber über die außergewöhnlichen Heilkräfte und Anwendungsmöglichkeiten dieser Frucht, der auch aphrodisische Wirkungen nachgesagt werden. Zusätzlich enthält das wunderschön bebilderte Buch Rezepte zu köstlichen und leicht nachzukochenden Gerichten und Desserts. Aphrodite bittet zu Tisch. Der hohe Gehalt der medizinisch erforschten Wirkstoffe des Granatapfels hilft:

• das Immunsystem zu stärken
• unsere Körperzellen zu schützen
• Freie Radikale unschädlich zu machen
• Entzündungen vorzubeugen und zu behandeln
• vorzeitigen Alterungsprozessen vorzubeugen
• Herz und Prostata zu schützen

ca. 160 Seiten, mit vielen Fotografien, Joy Verlag

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Warenkunde:

Da es viele verschiedene Granatapfelprodukte auf dem Markt gibt, ist darauf zu achten, dass ein Polyphenolgehalt von ca. 500 mg Polyphenole am Tag eingehalten wird, wenn man sich den therapeutischen Nutzen des Granatapfels zu Nutze machen möchte. Viele Granatapfelprodukte schmecken zwar sehr gut und sind in der Gourmetküche angesagt (wie z.B. auch der Grenadine-Sirup), enthalten aber nur wenig Polyphenole.

In einer für den Verbraucher wichtigen Reihenuntersuchung von Fischer-Zorn und Ara: „Granatapfelsaft – Chemische Zusammensetzung und mögliche Verfälschungen“, Flüssiges Obst 08: 386-393, 2007, zeigte sich, dass der Wirkstoffgehalt, also der Polyphenolgehalt, bei Frisch- und Direktsäften zwischen 904 bis 2067 mg/l und bei Konzentraten zwischen 897 bis 4265 mg/l liegt. Schauen Sie also auf das Etikett! Hochwertige Granatapfelelixiere enthalten sogar bis zu 30.000 mg/l.

Hohe Temperaturen bei den Herstellungsprosessen von Granatapfelsextrakten bewirken eine Oxidation und Polymerisation der Polyphenole, so dass die Bioverfügbarkeit dieser Produkte aufgrund der schlechten Resorbierbarkeit sinkt. Bei gefriergetrockneten Saftpulvern bleibt die Frischequalität der Pflanzenstoffe weitgehend erhalten. Da auch die Beschaffenheit der Darmflora bei jedem Menschen unterschiedlich ist, ist auch die Umwandlung der Polyphenole in resorbierbare Substanzen durch die Darmbakterien von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Lebendfermentierte Granatapfelprodukte können hier für Abhilfe sorgen. Gleichzeitig wird der fruchteigene Zucker des Granatapfels dabei abgebaut, was für Diabetiker besonders wichtig ist.

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